Niederösterreich erhöht mit sieben neuen Biomasse-Werken die Energieunabhängigkeit

St. Pölten (OTS) – LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf gibt ein
Energie-Paket mit sieben
neuen Biomasse-Nahwärmeprojekten bekannt, das von der NÖ
Landesregierung nun einstimmig beschlossen wurde: „Wir heizen lieber
mit heimischer Energie als mit teuren Importen aus Krisengebieten,
von denen man heute gar nicht weiß, ob sie morgen überhaupt in Europa
ankommen. Das macht uns unabhängiger von Russland und dem arabischen
Raum und stärkt unsere heimische Wirtschaft. Liebe zum Land heißt, in
heimische erneuerbare Energie zu investieren: Die sieben neuen
Biomasse-Nahwärmeprojekte in Gänserndorf, Karlstetten, Melk,
Schwarzau am Steinfeld, Traisen, Petzenkirchen und Waldenstein
bedeuten Investitionen von rund 17,7 Millionen Euro in unsere
Heimat.“

Das Nahwärmeheizwerk in Waldenstein (Bezirk Gmünd) wird von der
Gemeinde errichtet und betrieben. Bürgermeister Christian Dogl dazu:
„Regionalwärme, das ist Energie im Dialog mit der Natur! Damit
versorgen wir sämtliche öffentliche Gebäude und etliche private
Haushalte und Liegenschaften. Geheizt wird umweltfreundlich und
nachhaltig mit Hackschnitzeln, die von Landwirten und Waldbesitzern
aus der Gemeinde bezogen werden. Ich bin mir sicher, dass wir damit
uns und den nächsten Generationen einen guten Dienst erweisen.“

Die weiteren Anlagen werden von Wärmeversorgungsunternehmen wie
EVN Wärme GmbH (Gänserndorf), Bioenergie Köflach GmbH (Traisen und
Melk), HSH Bioenergie GmbH (Karlstetten), Bioenergie Bucklige Welt
GmbH (Schwarzau am Steinfeld), n.nahwaerme.at Energiecontracting GmbH
(Petzenkirchen) errichtet und betrieben. „Schon im
Arbeitsübereinkommen haben ÖVP und FPÖ den massiven Ausbau der
Erneuerbaren Energie vereinbart, um die Versorgungssicherheit in
Niederösterreich zu stärken. Bereits rund 45 Prozent aller Haushalte
in Niederösterreich heizen mittlerweile mit Holz oder Biomasse-
Nahwärme – das macht unabhängiger von Öl- und Gasimporten und stärkt
gleichzeitig die Forstwirtschaft und damit die Wertschöpfung im
ländlichen Raum. In Summe beträgt die Wertschöpfung der bisherigen
873 Biomasse-Anlagen allein durch den Betrieb rund 120 Millionen Euro
jährlich“, betont Pernkopf. 23 Prozent der Niederösterreicherinnen
und Niederösterreicher heizen aktuell mit Gas, 20 Prozent mit
Wärmepumpe und acht Prozent mit Öl, wobei sich die Ölkessel in den
letzten fünf Jahren von 100.000 auf nunmehr 50.000 halbierten.

In den sieben neuen Projekten werden rund 95 Kilometer Leitungen
verlegt und fast 300 neue Abnehmer mit umweltfreundlicher Wärme
versorgt. Mehr als 122 MWh erneuerbare Wärme werden damit aus
regionaler Biomasse bereitgestellt und dafür 38.000 Schüttraummeter
Holz eingesetzt. Die Projekte erhalten Fördermittel von der
Europäischen Union im Gesamtwert von 2,3 Millionen Euro. Das Land
Niederösterreich und das Bundesministerium für Land- und
Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und
Wasserwirtschaft unterstützen die Projekte zusätzlich mit 3,05 Mio.
Euro.

Weitere Informationen: DI Jürgen Maier, Pressesprecher LH-
Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf, Telefon +43 2742 9005 – 12704,
Mobiltelefon +43 676 812 15283, E-Mail [email protected]