ÖGB-Kemperle: Pflege nachhaltig absichern

Wien (OTS) – „Viele ältere Menschen haben Angst, im Alter nicht mehr
selbstständig
leben zu können. Noch größer wird diese Angst, wenn unklar ist, ob
sie sich Pflege leisten können und ob überhaupt genug Personal da
ist, das sich Zeit für sie nimmt“, warnt die Vorsitzende der ÖGB-
Pensionist:innen, Monika Kemperle, anlässlich des Tages der Pflege.

Für Kemperle ist klar: „Pflege darf keine Frage des Geldbörserls
sein. Wer Hilfe braucht, muss sie auch bekommen – unabhängig vom
Einkommen.“ Sie fordert von der Politik eine langfristige und
verlässliche Finanzierung des Pflegesystems. Alles andere verschärft
die Sorgen der Betroffenen.

Gleichzeitig steht das Pflegepersonal seit Jahren unter enormem
Druck. Die Folgen sind spürbar: Überlastung, Jobwechsel und ein
Arbeitsumfeld, das immer unattraktiver wird. „Wer völlig erschöpft
ist, kann nicht gut für andere sorgen. Das ist eine unhaltbare
Situation – für die Beschäftigten und für die Menschen, die auf
Pflege angewiesen sind“, stellt Kemperle klar.

Gute Pflege braucht gute Arbeitsbedingungen: faire Bezahlung,
echte Wertschätzung und ausreichend Zeit zur Erholung. Nur so kann
sichergestellt werden, dass ältere Menschen würdevoll betreut werden
– zu Hause und in Einrichtungen.

Die ÖGB-Pensionist:innen fordern daher:

– Pflege und Betreuung müssen für alle leistbar sein – die
Finanzierung muss dauerhaft gesichert werden.

– Bessere Arbeitsbedingungen, höhere Löhne und Gehälter für das
Pflegepersonal.

– Einheitliche Standards im Pflege- und Betreuungsbereich.

– Ausbau und ausreichende Finanzierung von Palliativeinrichtungen.

– Flächendeckende, leistbare Unterstützungsangebote – auch für
pflegende Angehörige.

– Höhere Ausbildungsstandards für 24-Stunden-Betreuer:innen.

“Würdevolles Altern darf kein Privileg sein”, fasst Kemperle
zusammen: “Es braucht ein starkes Pflegesystem – für die Menschen,
die Hilfe brauchen, und für jene, die diese Hilfe leisten.”