ÖGB-Schuberth: Ältere brauchen Arbeitsplätze statt Pensionsalter-Debatten

Wien. (OTS) – Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt angespannt. „Wir nehmen
mit Sorge zur
Kenntnis, dass auch die Zahl der älteren Arbeitslosen weiter steigt“,
sagt ÖGB Bundesgeschäftsführerin Helene Schuberth: „Das ist ein
Warnsignal, das entschiedenes Handeln fordert.“

Zwei von fünf Personen gehen direkt aus der Arbeitslosigkeit oder
aus dem Krankenstand in Pension. „Menschen ab 50 haben es am
Arbeitsmarkt besonders schwer und finden oft trotz Qualifikation
keinen neuen Arbeitsplatz““, so Schuberth weiter. Die Lösung dafür,
dass die Pensionen besser aus Beschäftigung erreicht werden können,
liege auf der Hand. „Wer will, dass Menschen bis zur Pension im
Erwerbsleben bleiben, muss ihnen auch reale Beschäftigungschancen
geben. Deswegen fordern wir ein Bonus-Malus-System, Betriebe müssen
in die Verantwortung genommen werden“, erklärt Schuberth.

„Solange viele Menschen schon mit Anfang oder Mitte 50 kaum mehr
eine Chance auf einen Arbeitsplatz haben, ist jede Debatte über ein
höheres Pensionsantrittsalter schlicht realitätsfern. Entscheidend
ist, dass Menschen gesund bis zur Pension arbeiten können – dafür
brauchen sie Beschäftigung“, sagt Schuberth.

Über uns:

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2
Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen
sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche
Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und
Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.
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