Augenlaser

ÖH zu Uni-Budget: „Damoklesschwert über dem Semesterstart.“

Wien (OTS) – Klare Bekenntnisse gefordert

Nach einer Vertagung der Entscheidung im Frühjahr steht nun
erneut die Frage nach dem Universitätenbudget auf dem Tapet. Für die
über 250.000 Studierenden an Universitäten gibt es weiterhin nur
konkurrierende Aussagen darüber, wie es weitergehen soll.

Die Österreichische Hochschüler_innenschaft erwartet sich vor der
angekündigten Regierungsklausur im Herbst, deren Termin weiterhin
unbekannt ist, klare Bekenntnisse, weder an Forschung noch an Bildung
zu sparen.

Mit den Protesten im Frühjahr hat die Österreichische
Hochschüler_innenschaft gemeinsam mit den Universitäten einen
Aufschub der Entscheidung erwirkt. Wissenschaftsministerin
Holzleitner hat außerdem ein “moderates Plus” in Aussicht gestellt.
Jetzt gilt es, dieses Versprechen umzusetzen. „ Wir haben mit unserem
Protest klar gezeigt, wie wichtig die Finanzierung unserer
Universitäten ist. Damit hören wir auch im Herbst nicht auf. Wenn das
Geld fehlt, steht es schwarz um den Hochschulstandort Österreich. ”
betont Viktoria Kudrna aus dem ÖH-Vorsitzteam angesichts der
ungewissen Situation.

Budgetkürzungen an den Universitäten sind keine abstrakten
Einsparungen. Sie wirken sich unmittelbar auf Studienbedingungen,
Arbeitsplätze und die soziale Zugänglichkeit von Hochschulbildung
aus. Gerade dort, wo finanzielle Spielräume ohnehin fehlen, drohen
Einsparungen bestehende Ungleichheiten weiter zu verschärfen und den
Zugang zu Hochschulen zunehmend zu einer Frage der eigenen
finanziellen Möglichkeiten zu machen. „ Wer Hochschulen kaputtspart,
kürzt nicht bei Privilegien, sondern bei Chancen und Existenzen. Die
Rechnung zahlen Arbeiter_innenkinder, Drittstaatsstudierende und
prekär Beschäftigte. Eine Universität, die sich nur Privilegierte
leisten können, hat ihren gesellschaftlichen Auftrag verfehlt“ ,
betont Selina Wienerroither aus dem ÖH-Vorsitzteam.

Gerade jetzt ist der ÖH wichtig zu betonen, dass uns Debatten um
Effizienzsteigerungen, Studiengebühren und Verschlechterungen im
Studienrecht nicht weiterbringen. In Bezug auf die aktuelle
Diskussion fügt Umut Ovat hinzu: „ Die Debatte rund um die
unzureichende Universitätsfinanzierung darf kein Vorwand sein,
Studiengebühren und Verschärfungen im Studienrecht wieder
auszugraben. Strukturelle Veränderungen an den Unis sind mit
Sicherheit notwendig, vor allem jene, die eine fairere Verteilung der
finanziellen Ressourcen innerhalb der Universitäten angehen. ”

Die österreichische Hochschüler_innenschaft bleibt somit klar auf
der Seite der Studierenden und all jener, die im Universitätsbetrieb
lernen, forschen und arbeiten. Dass eine ausreichende Finanzierung
der Hochschulen nicht durch zusätzliche finanzielle Belastungen und
neue Hürden für Studierende ersetzt werden darf, hat die ÖH zuletzt
auch in ihrer Presseaussendung „ ÖH lehnt Vorschläge der NEOS
entschieden ab “ deutlich gemacht.