Wien (PK) – Das Parlament hat beim Institut für
Technikfolgen-Abschätzung (ITA)
der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) eine
mehrteilige Studie zur digitalen Transformation der Verwaltung
beauftragt. Die Studie soll den Status Quo der digitalen
Transformation in der österreichischen Verwaltung erheben und darauf
aufbauend Chancen und Best Practices analysieren. Besonders
berücksichtigt werden soll die Stärkung der digitalen Souveränität
des öffentlichen Sektors. Die Schlussfolgerungen der Studie sollen
als Handlungsoptionen für die Politik dienen.
Derzeit entstehen in der öffentlichen Verwaltung zahlreiche
digitale Lösungen – jedoch meist isoliert innerhalb der verschiedenen
Ressorts und Verwaltungsebenen und oft ohne aufeinander abgestimmte
Schnittstellen, Standards oder gemeinsame Zielbilder. Das führt zu
Redundanzen, Medienbrüchen und mangelnder Interoperabilität. Um die
Weiterentwicklung der digitalen Verwaltung voranzutreiben, wird durch
den „Digital Austria Act 2.0“ ein institutionelles Miteinander
angestrebt. Auch automatisierte und KI-basierte Anwendungen halten
Einzug in die Verwaltung. Die damit verbundenen Chancen reichen von
der Verbesserung der Dienstleistungen über Wissens- und
Effizienzsicherung bei Personalmangel bis zu Einsparungspotenzialen
und sozio-technischer Prozessinnovation.
Der Beirat für Foresight und Technikfolgenabschätzung des
österreichischen Parlaments holt regelmäßig auf Basis eines
mehrjährigen Rahmenvertrags Expertisen zu neuen technologischen
Entwicklungen und ihren möglichen Folgen ein, zuletzt über die
Auswirkungen der generativen KI auf die Demokratie.
Als Laufzeit der Studie ist der Zeitraum von Oktober 2025 bis
Juni 2026 anberaumt, wobei Zwischenberichte für Dezember 2025 und
März 2026 vorgesehen sind. Die Ergebnisse der Studie werden auch im
Webportal Parlaments veröffentlicht, wo auch alle bisher
veröffentlichten Studien zu finden sind: Zukunftsthemen | Parlament
Österreich . (Schluss) red

