Wien (OTS) – Die rasche Einigung bei den KV-Verhandlungen für die
metalltechnische
Industrie „ist ein sehr begrüßenswertes Signal der Vernunft, die sich
spät aber doch durchgesetzt hat“, so der Präsident der
Industriellenvereinigung (IV) Wien, Christian C. Pochtler. „Wir haben
uns in den vergangenen Jahren durch überzogene Lohnerhöhungen aus den
meisten Märkten gepreist, wir sind nicht einmal mehr gegenüber
unseren europäischen Nachbarn wettbewerbsfähig“, betonte der
Präsident. Dass der „neue Kurs der Lohnzurückhaltung“ nun für zwei
Jahre fixiert wurde, sei daher ein „wichtiges Zeichen, dass beide
Seiten den Ernst der Lage klar erkannt haben und damit auch ein
wichtiges Bekenntnis zum Standort“, so Pochtler. Zudem bringe der
Zeitraum von zwei Jahren auch mehr Planungssicherheit für die
Unternehmen, was ausdrücklich zu begrüßen sei. Lohnerhöhungen unter
der Inflation mögen nicht für alle erfreulich sein, „andererseits
können wir die Realität aber auch nicht leugnen: Produkte made in
Austria sind zu teuer geworden. Wenn wir weiterhin jeden zweiten Euro
im Export verdienen wollen, werden wir auch schmerzliche Maßnahmen
akzeptieren müssen, und zwar alle“, so der Präsident, der daher etwa
auch auf „Gesprächsbereitschaft seitens der Beamten, ihren Beitrag zu
leisten“ hoffe. Bei den Pensionen sei durch die erste Erhöhung unter
der Inflationsrate seit 2014 ebenso ein positiver Schritt gelungen,
allerdings „sollte niemand glauben, mit diesem ersten Schritt sei es
getan. Wir müssen bei den Pensionen jetzt eine nachhaltige,
langfristige Perspektive schaffen. Und das wird nur über strukturelle
Reformen möglich sein“, so Pochtler abschließend.

