Wien (OTS) – Gesichtsdeformationen, Atemnot und heraushängende
Zungen: Was viele
Menschen im Internet für süß halten, bedeutet für viele Rassehunde
tägliches Leid.
Mit ihrer neuen Online-Kampagne „Qualzucht hat viele Gesichter“
macht Hundetrainerin und Podcasterin Conny Sporrer dieses Leid
sichtbar – auf ungewöhnliche Weise: Nicht Hunde stehen im Mittelpunkt
der Bilder, sondern sie selbst.
In 13 Schwarz-Weiß-Porträts , fotografiert vom renommierten
Hundefotografen Christian Vieler , stellt Sporrer ab Fr., 13.03.,
wöchentlich typische körperliche Folgen von Qualzucht dar – etwa
Atemnot, Schmerzen oder neurologische Probleme.
Zwtl.: Wenn „süß“ krank macht
Viele beliebte Hunderassen verdanken ihr Aussehen extremen
Zuchtzielen – etwa kurzen Schnauzen, runden Köpfen oder sehr großen
Augen. Doch genau diese Merkmale verursachen häufig massive
gesundheitliche Probleme.
Bei sogenannten brachyzephalen Hunden wie Mops oder Französischer
Bulldogge führt die verkürzte Schnauze oft zu verengten Atemwegen und
eingeschränkter Atmung. Viele Tiere leiden dauerhaft unter Atemnot,
die sich bei Wärme zusätzlich verschärft.
„Ein Hund, der beim Atmen röchelt, kämpft mit jedem Atemzug um
Luft“, sagt Sporrer. „Und trotzdem werden solche Videos millionenfach
geteilt.“
Zwtl.: Das Leid hinter viralen Videos
In sozialen Medien werden häufig Bilder und Clips geteilt, die
eigentlich Symptome von Qualzucht zeigen – etwa Hunde, deren Zunge
ständig aus dem Maul hängt, weil sie im zu kurz gezüchteten Schädel
keinen Platz mehr hat.
„Wir haben uns so sehr an diese Bilder gewöhnt, dass wir das Leid
dahinter oft gar nicht mehr erkennen“, sagt Sporrer.
Zwtl.: Ein Thema mit klarer Rechtslage
Laut Tierschutzgesetz sind Züchtungen verboten, bei denen
vorhersehbar Schmerzen, Leiden oder gesundheitliche Schäden
entstehen. Trotzdem gehören viele der betroffenen Rassen weiterhin zu
den beliebtesten Hunden.
Sporrer betont:
„Viele dieser Rassen haben wunderbare Charaktere. Gerade deshalb
müssen wir ehrlich sein: Wer diese Hunde wirklich liebt, darf sie
nicht weiter züchten. Wer sich dennoch einen solchen Hund wünscht,
findet im seriösen Tierschutz viele Tiere, die bereits existieren und
eine zweite Chance verdienen.“
Zwtl.: Ziel der Kampagne
Die Kampagne wird über mehrere Wochen hinweg auf Sporrers
Instagram-Kanal veröffentlicht (
instagram.com/connysporrer_hundetraining ).
„Wenn wir verstehen, was hinter diesen Merkmalen steckt, sehen
wir sie plötzlich mit anderen Augen“, sagt Sporrer. „Wenn nur ein
einziger Hund deshalb nicht gekauft wird, hat die Kampagne ihr Ziel
schon erreicht.“
Alle Kampagnenmotive zur Ansicht / zum Download

