St. Pölten (OTS) – Das Egon Schiele Museum Tulln präsentiert mit
„RIVALEN. Schiele.
Kokoschka.“ einen neuen sechsteiligen Podcast, der sich einer der
spannendsten Konstellationen der Kunstgeschichte widmet: der
künstlerischen Rivalität zwischen Egon Schiele und Oskar Kokoschka.
Gemeinsam begeben sich Podcaster Marco Schreuder und Journalistin
Nina Schedlmayer auf eine akustische Spurensuche in das Wien um 1900.
In einer Zeit des Umbruchs, in der die Moderne Gestalt annimmt,
nähern sie sich zwei außergewöhnlichen Künstlern, die beide für sich
in Anspruch nahmen, die Nachfolge Gustav Klimts anzutreten.
Der Podcast entsteht in enger Verbindung mit den aktuellen
Sonderausstellungen „Egon Schiele und Oskar Kokoschka. Rivalen“ im
Egon Schiele Museum Tulln sowie „Kokoschka | Schiele | Netzwerke“ im
Oskar Kokoschka Museum Pöchlarn. Der Podcast geht grundlegenden
Fragen auf die Spur: Wer waren Egon Schiele und Oskar Kokoschka?
Kannten sie einander? Sind sich die beiden tatsächlich nie begegnet,
wie Kokoschka behauptete? Und schließlich: Warum blieb Schiele für
Kokoschka auch lange nach dessen frühem Tod ein Bezugspunkt – oft in
Form deutlicher Ablehnung?
Marco Schreuder übernimmt dabei die Perspektive auf Egon Schiele,
Nina Schedlmayer jene auf Oskar Kokoschka. Ausgehend von dieser
doppelten Annäherung entfaltet sich der Podcast als dialogisches
Format, in dem Recherche, persönliche Eindrücke und Gespräche mit
Expertinnen und Experten ineinandergreifen.
Die ersten Episoden widmen sich den Biografien und künstlerischen
Entwicklungen der beiden Protagonisten. Egon Schiele, 1890 geboren
und 1918 im Alter von nur 28 Jahren verstorben, hinterließ ein Werk,
das die Kunstwelt nachhaltig veränderte. Marco Schreuder spricht mit
Menschen, die Schiele aus unterschiedlichen Perspektiven erforschen
und vermitteln, darunter der Kunsthistoriker und Kurator Christian
Bauer sowie die Filmemacherin und Künstlerin Gerda Leopold, die mit
Schieles Werk im direkten Umfeld aufgewachsen ist. Oskar Kokoschka
hingegen wurde 94 Jahre alt und blieb über Jahrzehnte hinweg eine
prägende Figur der europäischen Kunst. Nina Schedlmayer folgt seinen
Spuren und spricht mit Expertinnen wie Bernadette Reinhold, Leiterin
des Oskar Kokoschka Zentrums Wien, sowie der Kunsthistorikerin und
Kuratorin Anna Stuhlpfarrer.
Weitere Episoden führen in das gesellschaftliche und kulturelle
Umfeld der Wiener Moderne mit der Historikerin und ehemaligen
Kuratorin im Wien Museum, Susanne Breuss. Auch die Darstellungen
meist nackter Frauen durch Kokoschka und Schiele werden aus heutiger
Sicht neu befragt: Wer waren diese Frauen, wie wurden sie gesehen –
und wie betrachten wir diese Werke heute? Beiträge von Elisabeth von
Samsonow, Heike Eipeldauer und Bernadette Reinhold eröffnen
unterschiedliche kunsthistorische und gesellschaftliche Perspektiven.
Den Abschluss bildet eine gemeinsame Diskussion, die sich an
Schieles berühmtem Gemälde „Die Tafelrunde“ orientiert. Schreuder und
Schedlmayer versammeln Expertinnen und Experten beider Künstler an
einem Tisch und stellen die zentralen Fragen, die sich durch den
gesamten Podcast ziehen: Haben Schiele und Kokoschka einander je
wirklich getroffen? Warum leugnete Kokoschka das bis an sein
Lebensende? Und: Wer hat diese Rivalität letztlich „gewonnen“?
Der Podcast ist ab sofort auf allen gängigen Streaming-
Plattformen zu hören ( https://egonschiele.transistor.fm/ ).
Nähere Informationen bei Amadea Horvath, BA,
Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation, Mobiltelefon +43 664 604 99-
943, E-Mail: [email protected] ,
https://www.schielemuseum.at/de


