Schulbuch bleibt wichtigstes Bildungsmedien

Wien (OTS) – Wenn demnächst die Schultore wieder öffnen, landet in
den meisten
Schultaschen ein bewährter Begleiter: das Schulbuch. Neben Tablets,
digitaler Lernplattformen und KI-Anwendungen, die im Bildungsdiskurs
häufig als Zukunft des Unterrichts gelten, bleibt das klassische
Schulbuch ein zentraler Bestandteil des Schulalltags. Das zeigt eine
aktuelle Umfrage des Österreichischen Bundesverlags (öbv) unter 878
österreichischen Lehrkräften.

Zwtl.: Zentraler Bestandteil

Ob Montagfrüh in der ersten Stunde oder Freitagnachmittag kurz
vor dem Läuten: Für die meisten Lehrkräfte gehört das Schulbuch zum
festen Inventar einer Unterrichtseinheit. 68 Prozent greifen täglich
dazu, weitere 26 Prozent mehrmals pro Woche. Damit setzen 94 Prozent
der Lehrkräfte regelmäßig auf Schulbücher. Dabei wird das Schulbuch
durchschnittlich 57 % der Unterrichtszeit verwendet – also etwa 29
Minuten von jeder Unterrichtsstunde.

Auch bei der Frage, in welcher Form Schulbücher zum Einsatz
kommen, ist die Antwort eindeutig: 83 Prozent der Lehrkräfte
bevorzugen die gedruckte Ausgabe: 42 Prozent arbeiten ausschließlich,
41 Prozent überwiegend mit gedruckten Schulbüchern. 14 Prozent
verwenden gedruckte und digitale Schulbücher etwa gleich häufig.
Aktuell unterrichtet nur ein geringer Teil vorwiegend digital.

„Schulbücher sind und bleiben das Herzstück des Unterrichts. Ein
gutes Bildungsmedium – analog wie digital – übersetzt den abstrakten
Lehrplan in konkrete Inhalte und Methoden, sodass Lehrkräfte
unkompliziert unterrichten können und Schüler*innen effizient lernen
können“ , so Philipp Nussböck, Geschäftsführer des öbv.

Zwtl.: Qualität entscheidet über die Auswahl

In Volksschulen wählen 90 Prozent der Lehrkräfte ihre Schulbücher
selbst aus. In den übrigen Schultypen erfolgt die Auswahl hingegen
überwiegend gemeinsam in der Fachkonferenz (78 Prozent). Bei der
Entscheidung spielen folgende Faktoren eine zentrale Rolle.

An erster Stelle steht für Lehrkräfte ein übersichtliches Layout
(98 Prozent). Für 90 Prozent der Befragten ist zudem die Aktualität
der Inhalte ein entscheidendes Auswahlkriterium. Fast ebenso wichtig
ist eine visuell ansprechende Gestaltung (89 Prozent), gefolgt von
vielen integrierten Arbeitsaufgaben und Übungsbeispielen (88 Prozent)
. Auch die Qualität der Abbildungen und Grafiken spielt für 82
Prozent der Lehrkräfte eine wichtige Rolle. Für jeweils 77 Prozent
zählen zudem ein breites Zusatzangebot für Schüler*innen oder
Lehrkräfte sowie die Bewährung in der Praxis zu den relevanten
Auswahlkriterien.

Die Ergebnisse zeigen deutlich: Das Schulbuch bleibt der zentrale
Ausgangspunkt für erfolgreichen Unterricht. Es bietet Lehrkräften
Orientierung bei der Unterrichtsplanung und -gestaltung. Digitale
Angebote können darauf aufbauen und werden dort geschätzt, wo sie
einen konkreten pädagogischen Mehrwert schaffen.