Schweinefleisch ist das beliebteste Fleisch in Österreich

Wien (OTS) – Kein anderes Fleisch kommt in Österreich so häufig auf
den Teller wie
Schweinefleisch. Trotzdem steht die Schweinbranche unter Druck. Rund
um den Tag des Schweins am 1. März rückt der Verein Land schafft
Leben das Schweinefleisch in den Fokus.

Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von zuletzt rund 33 Kilogramm im
Jahr ist Schweinefleisch das Lieblingsfleisch der Österreicherinnen
und Österreicher. Schweinsbraten, Extrawurst, Schinken, Schnitzel:
Schweinefleisch ist tief in der heimischen Esskultur verankert. Es
ist kulinarisch vielfältig einsetzbar, proteinreich, hat ein gutes
Preis-Leistungs-Verhältnis und wird ganzjährig in Österreich
produziert.

Zwtl.: Preis vor Tierwohl: fast jedes Schnitzel aus konventioneller
Haltung

Schweinefleisch verdeutlicht allerdings auch die Lücke, die
zwischen gesellschaftlichen Forderungen und den tatsächlichen
Konsumentscheidungen entsteht. Viele Menschen wünschen sich höhere
Tierwohl-Standards – im Einkaufswagen zeigt sich allerdings ein
anderes Bild. Hannes Royer , Gründer von Land schafft Leben dazu:
„Vereinfacht ausgedrückt kommt derzeit fast jedes Schweineschnitzel
aus konventioneller Haltung – obwohl die österreichische
Landwirtschaft auch Bio und Tierwohl zu bieten hat. Das wird aber
schlichtweg kaum gekauft.“ Derzeit werden etwa zwei Prozent Bio- und
Tierwohlfleisch konsumiert – Tendenz sinkend. „Viele entscheiden sich
letztendlich doch für den billigsten Preis, anstatt die
Produktionsweisen zu unterstützen, die sie von den Bäuerinnen und
Bauern fordern“ , fasst Royer zusammen.

Zwtl.: Genau hinschauen zahlt sich aus

Im Supermarkt gibt es in der Regel nur österreichisches Schweine-
Frischfleisch zu kaufen. Bei verarbeiteten Produkten wie Wurstwaren
oder Fertiggerichten zeigt sich ein anderes Bild: Hierbei handelt es
sich oft um Importware, im Regelfall billiger produziert und ohne
transparente Herkunftskennzeichnung. Es zahlt sich aus, auf
freiwillige Herkunftsangaben auf der Verpackung zu achten oder beim
Servicepersonal im Restaurant nachzufragen. „Wir leben im absoluten
Wohlstand in einem der reichsten Länder der Welt. Haben wir es
wirklich nötig, billiges Fleisch aus Billiglohnländern auf Kosten von
Mensch, Tier und Umwelt zu importieren?“ , hinterfragt Land-schafft-
Leben-Gründerin Maria Fanninger. „Wer sein Schweinefleisch bewusst
auswählt, kann mitgestalten, wie, wo und was produziert wird.“ Genuss
und Verantwortung schließen einander also nicht aus – im Gegenteil.
Wer sich informiert und für Regionalität entscheidet, stärkt die
heimische Landwirtschaft, die Umwelt, unseren Lebensraum und die
österreichische Esskultur.

Zwtl.: Schwein auf allen Kanälen

Rund um den Tag des Schweins am 1. März nimmt Land schafft Leben
die Schweinefleischproduktion und -verarbeitung in Österreich genauer
unter die Lupe. Dabei kommt der Genuss von Österreichs beliebtestem
Fleisch nicht zu kurz. Gemeinsam mit dem kreativen Food-Magazin
Popchop und dem Haubenlokal Cucina Alchimia wird das Schwein am 1.
März ins Rampenlicht gerückt: „LA FÊTE Vol. 1: Das Schwein“ ist der
Auftakt einer neuen Eventreihe, bei der Genuss und Handwerk sich von
ihrer besten Seite zeigen. Mehrere Stationen widmen sich dem
Zerlegen, Verwursten, der Zubereitung von Blutwurst und Sulz. Ein
ganzer Sonntag voller Genuss und Handwerk – transparent und
respektvoll vom Rüssel bis zum Ringelschwanz. Tickets sind über die
Cucina Alchimia erhältlich.

Mehr Einblicke zum Thema Schweinehaltung, Tierwohl und
Fleischverarbeitung bietet Land schafft Leben im Podcast „Wer nichts
weiß, muss alles essen“ mit Josef Kaiser (Schweinebauer und Obmann
Styriabrid) , Andreas Steidl (Geschäftsführer „Ja! Natürlich“) und
Alois Strohmeier (Geschäftsführer Steirerfleisch) sowie auf Social
Media .