Wien (OTS) – Die Wiener SPÖ Frauen begrüßen den Vorstoß zur EU-
Entgelttransparenzrichtlinie als wichtigen Schritt im Kampf gegen die
anhaltende Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern und hoffen
auf eine rasche Einigung und Umsetzung.
„Wir stehen klar auf der Seite der Frauen. Die geplanten
Regelungen schaffen mehr Transparenz bei Gehältern und sind ein
entscheidendes Instrument auf dem Weg zu echter Gleichstellung am
Arbeitsmarkt“, betont die Vorsitzende der Wiener SPÖ Frauen, Marina
Hanke.
Gleicher Lohn braucht klare Regeln
Lohntransparenz ist kein Selbstzweck. Sie ist ein wirksames
Instrument gegen Diskriminierung und ein wichtiger Hebel für mehr
wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen. Wer Gleichstellung ernst
meint, muss auch für faire Bezahlung sorgen. Frauen in Österreich
verdienen nach wie vor weniger als Männer. Die Gründe dafür sind
vielfältig: traditionelle Rollenbilder, Teilzeitbeschäftigung
aufgrund von Betreuungsarbeit, aber auch strukturelle
Benachteiligungen und mangelnde Transparenz bei Gehältern. Die EU-
Entgelttransparenzrichtlinie setzt genau an diesem Punkt an und
schafft die Voraussetzungen, um bestehende Ungleichheiten sichtbar zu
machen und wirksam zu bekämpfen.
„Gleicher Lohn für gleiche Arbeit klingt selbstverständlich, ist
es aber noch immer nicht. Frauen verdienen in Österreich nach wie vor
weniger als Männer. Solange Frauen nicht wissen, wie ihre Arbeit im
Vergleich zu jener ihrer Kollegen bewertet und bezahlt wird, bleibt
Lohngerechtigkeit schwer durchsetzbar. Schluss damit – wir fordern
Lohntransparenz jetzt!“, so Hanke.
Hanel-Torsch: Fairness darf keine Frage von Goodwill sein
Die Wiener Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch unterstreicht die
Bedeutung der Entgelttransparenzrichtlinie: „Fortschritt muss immer
gegen Widerstände erkämpft werden. Das war bei allen Errungenschaften
der Vergangenheit so und ist auch heute auf dem Weg zu mehr Fairness
und Gerechtigkeit nach wie vor der Fall. Deshalb ist eine Umsetzung
der Entgelttransparenzrichtlinie, die tatsächlich für mehr
Lohntransparenz und Fairness auf dem Arbeitsmarkt sorgt, so
entscheidend. Denn Lohntransparenz soll nicht nach Gutdünken oder nur
für manche umgesetzt werden, sondern als Anspruch für alle gelten. Es
ist die Maßnahme, die Frauen entscheidend hilft beim Kampf für
gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit. Denn wenn bekannt ist, was
Kollegen für die gleiche Arbeit verdienen, stärkt das Frauen, zu
ihrem Recht zu kommen. Das ist ein längst überfälliges Gebot der
Fairness und der Gleichberechtigung“, so Hanel-Torsch.
Novak: Gleichstellung stärkt auch den Wirtschaftsstandort
Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak
betont: „Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie ist ein wichtiger
Schritt für mehr Lohntransparenz, aber auch für mehr Rechtsklarheit,
Fairness und Gleichstellung. Wer hier Zurückhaltung fordert, verlangt
auch Zurückhaltung beim Schutz vor struktureller Benachteiligung. Für
uns ist klar: Gleichstellung ist keine übererfüllte Norm. Sie ist
Ausdruck eines demokratischen Gleichheitsversprechens. Wer Talente
fair entlohnt, stärkt Vertrauen, Wettbewerbsfähigkeit und die Zukunft
unseres Standorts.“
EU-Entgelttransparenzrichtlinie jetzt umsetzen
Für die Wiener SPÖ Frauen steht fest: Gleiche Arbeit muss auch
gleich bezahlt werden. Frauen verdienen keine leeren Versprechen,
sondern faire Löhne und echte Chancengleichheit. Lohntransparenz ist
der Schlüssel, um Ungleichheit sichtbar zu machen und wirksam zu
bekämpfen.
„Wer Gleichstellung ernst meint, muss auch für faire Bezahlung
sorgen. Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie muss jetzt rasch und
ambitioniert in nationales Recht umgesetzt werden. Nur so können
gleiche Chancen und gleiche Bezahlung endlich Realität werden“, so
Hanke abschließend.
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