SPÖ-Bayr zum 81. Jahrestag der Atombombenabwürfe in Japan: „Hiroshima und Nagasaki sind Mahnung und Auftrag zugleich“

Wien (OTS) – Zum 81. Mal jähren sich die Atombombenabwürfe auf
Hiroshima und
Nagasaki. SPÖ-Außenpolitik-Sprecherin Petra Bayr gedenkt der über
hunderttausend Todesopfer und der unzähligen Menschen, die an den
Folgen litten oder bis heute leiden. „Hiroshima und Nagasaki sind
keine Geschichte, sie sind Mahnung und Auftrag zugleich. Nie wieder
darf die Menschheit zulassen, dass Atomwaffen eingesetzt werden. Nie
wieder darf die Welt wegschauen“, so Bayr. ****

Bayr hatte erst kürzlich die Gelegenheit, Setsuko Thurlow
persönlich zu treffen – eine Überlebende des Atombombenabwurfs auf
Hiroshima, die 1945 als 13-Jährige den Angriff überlebte und seither
unermüdlich für nukleare Abrüstung kämpft. Thurlow ist die
Protagonistin des Dokumentarfilms „The Vow From Hiroshima“, der ihr
Leben und ihren jahrzehntelangen Einsatz für eine atomwaffenfreie
Welt porträtiert. „Setsuko Thurlow trägt die Erinnerung an Hiroshima
in sich – und sie hat ihr Leben dem Versprechen gewidmet, dass so
etwas nie wieder geschieht. Diese Haltung verdient unseren vollsten
Rückhalt“, so Bayr, die ihre Initiative aktiv unterstützt.

Doch 81 Jahre nach dem größten atomaren Zivilisationsbruch der
Geschichte sei die Bedrohung nicht kleiner geworden, im Gegenteil.
Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten führt der Weltgemeinschaft
vor Augen, wie schnell nukleare Drohungen wieder zum politischen
Instrument werden können. „Wir befinden uns in einer der
gefährlichsten geopolitischen Konstellationen seit dem Kalten Krieg.
Wenn Atommächte und Staaten mit nuklearen Ambitionen militärisch
aneinandergeraten, ist das kein abstraktes Risiko, das ist eine reale
Gefahr für uns alle“, warnt Bayr.

„Es reicht nicht, an Hiroshima zu erinnern und dann zur
Tagesordnung überzugehen. Atomare Abrüstung muss endlich politische
Priorität werden, in Wien, in New York, in Genf. Österreich hat als
Unterzeichner des Atomwaffenverbotsvertrags eine besondere
Verantwortung, diese Forderung laut und konsequent zu vertreten“, so
Bayr. (Schluss) mf/ff