Wien (OTS) – Knapp eine Woche, nachdem sich EU-Kommissionspräsidentin
Ursula von
der Leyen für ein Verbot aller hochgefährlichen Konversionspraktiken
in Europa ausgesprochen und entsprechende EU-Empfehlungen angekündigt
hat, fordert nur auch die österreichische Zivilgesellschaft eine
rasche Umsetzung dieser Maßnahme: Mehr als 6.000 Personen haben in
den letzten Stunden eine Petition der Plattform Aufstehn.at unter dem
Motto „Queer sein ist keine Krankheit“ unterzeichnet. Einer der
Unterzeichner ist SPÖ-Gleichbehandlungssprecher und Vorsitzender der
sozialdemokratischen LGBTIQ+ Organisation SoHo, Mario Lindner:
„Konversionspraktiken sind Gewalt und zu Recht werden sie von Expert*
innen und der UNO als Folter bezeichnet. Es ist höchste Zeit, dass
das im Regierungsprogramm vereinbarte Verbot ALLER
Konversionspraktiken gegen LGBTIQ+ Personen auch in Österreich
umgesetzt wird!“ ****
Konkret verweist Lindner auf das Programm der aktuellen ÖVP-SPÖ-
NEOS Koalition, in dem vereinbart wurde: „Verbot von
Konversionstherapien aufgrund der sexuellen Orientierung. Einseitige
pseudowissenschaftliche Umerziehungen, die auf die
Geschlechtsinkongruenz (ICD-11) abzielen, werden untersagt.“
Entsprechend dieses Ziels steht für den SPÖ-Abgeordneten fest,
dass endlich auch in Österreich alle LGBTIQ+ Personen vor diesen
hochgefährlichen Praktiken geschützt werden müssen: „Unsere sexuelle
Orientierung oder unsere Geschlechtsidentität sind keine Krankheiten
– sie sind ein wunderbarer Teil unserer Individualität. Genau deshalb
muss unsere Republik, über alle Parteien hinweg und gegen den
Widerstand von Fundamentalist*innen endlich klarmachen, dass
Konversionsfolter ein Verbrechen ist und wir unsere Bürger*innen vor
genau diesem Verbrechen schützen!“ (Schluss) ff


