Wien (OTS) – Die diese Woche beginnenden „Enhanced Games“ in den USA,
bei denen
leistungssteigernde Substanzen ausdrücklich erlaubt sein sollen,
stoßen in Österreich auf klare Ablehnung. Das Sportministerium sowie
die Nationale Anti-Doping Agentur Austria warnen vor den
gesundheitlichen, gesellschaftlichen und sportethischen Folgen eines
solchen Formats.
Aus Sicht des Sportministeriums und der NADA Austria handelt es
sich bei den „Enhanced Games“ um ein fragwürdiges Spektakel, bei dem
„Rekorde“, Reichweite und wirtschaftliche Interessen über die
Gesundheit von Athlet:innen gestellt werden.
Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt betont: „Sport lebt von
Fairness, Respekt und gleichen Regeln für alle. Die Idee, Doping
nicht nur zu tolerieren, sondern aktiv zu fördern und zu vermarkten,
ist ein völlig falsches Signal, besonders an junge Menschen. Leistung
darf nicht auf Kosten von Gesundheit und Integrität entstehen. Wer
den Einsatz leistungssteigernder Substanzen als Unterhaltung
inszeniert, gefährdet Athlet:innen.“
Kritik richtet sich dabei insbesondere an die Veranstalter und
Financiers des Projekts, die versuchen würden, Doping als Fortschritt
zu vermarkten. Der Fokus auf immer neue Rekorde und das medizinisch
bzw. pharmakologisch Machbare, verstellt dabei den Blick auf
grundlegende ethische Fragen im Sport.
NADA Austria Geschäftsführer Michael Cepic: „Die Inszenierung
erinnert an Gladiatorenspiele: Der menschliche Körper wird zur
Showfläche, gesundheitliche Risiken werden bewusst in Kauf genommen.
Die Enhanced Games sind ein Geschäftsmodell auf dem Rücken von
Menschen, das zentrale Werte des Sports infrage stellt“, heißt es von
der NADA. „Anti-Doping-Regeln sind kein Selbstzweck, sondern dienen
dem Schutz der Athlet:innen.“
Viele leistungssteigernde Substanzen sind mit erheblichen
gesundheitlichen Gefahren verbunden – von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
über schwere psychische und hormonelle Schäden bis hin zum Tod.
Gerade junge Menschen dürfen nicht den Eindruck bekommen, Doping sei
ein legitimer oder notwendiger Teil sportlicher Leistung.
Rückfragen:
Mag. Dr. David Müller
Leiter Information und Prävention, Medizin, Qualitätsmanager
Nationale Anti-Doping Agentur Austria GmbH
Tel: +43 1 505 80 35 14 / E-Mail: [email protected]


