Wien (OTS) – In den vergangenen Tagen sind die Preise an den
österreichischen
Zapfsäulen wieder stark gestiegen und haben vielerorts bereits die
Zwei-Euro-Marke überschritten. Um die Konsument:innen zu entlasten,
fordert der ÖAMTC die Politik daher auf, die Mineralölsteuer (MÖSt)
im August stärker zu senken und damit ihr Versprechen einzulösen,
dass der Staat kein Krisengewinner sein solle. Die derzeit geltende
Steuersenkung von lediglich 0,8 Cent bewertet der ÖAMTC jedenfalls
als unzureichend: Im April, als die Spritpreise auf ähnlich hohem
Niveau waren, griff noch die Spritpreisbremse und brachte pro Liter
rund zehn Cent (fünf Cent MÖSt-Senkung, fünf Cent Margenbegrenzung)
an Entlastung.
Preiskoppelung zeigte nur bedingt Wirkung
Beobachtungen der vergangenen Wochen bestätigten zudem ein
bekanntes Phänomen: Wird Rohöl – etwa infolge von
Friedensverhandlungen – günstiger, kommen die Preissenkungen kaum an
den Zapfsäulen an. Preissteigerungen werden hingegen unmittelbar nach
Wiederaufflammen des Konflikts an den Anzeigetafeln der Tankstellen
sichtbar. Dazu kommt: In Österreich sind die Spritpreise im Juni
weniger stark als in vielen anderen EU-Ländern gesunken. Aus Sicht
des ÖAMTC ein Beleg dafür, dass die hierzulande geltende Koppelung an
internationale Notierungen keine Garantie für die Weitergabe von
sinkenden Ölpreisen ist.
Einmal mehr bekräftigt der Mobilitätsclub daher seine Forderung,
genau diese Notierungen auf EU-Ebene kritisch zu durchleuchten. Nur
durch gerechte Preismechanismen an den sogenannten “Spritpreisbörsen”
können auch faire Preise an den Tankstellen garantiert werden.


