Teach For Austria: Bildungsfairness beginnt vor dem ersten Schultag

Wien (OTS) – In Österreich gibt es aktuell vermehrt Diskussionen über
die
Deutschkenntnisse von Volksschulkindern und deren Auswirkungen auf
den Unterrichtserfolg. Teach For Austria möchte den Blick darauf
lenken, was Kinder stärkt, bevor sie in die Schule kommen: vertraute
Übergänge, gute Begleitung und Erfahrungen, die Mut machen.

Zwtl.: Damit der Start in die Volksschule gut gelingt

Ein Beispiel dafür ist die Arbeit von Teach For Austria Fellow
Veronika Cook in einem Kinderfreunde-Kindergarten in Wien-Favoriten.
Sie begleitet Kinder im letzten Kindergartenjahr auf ihrem Weg in die
Volksschule. Gemeinsam besuchen sie regelmäßig eine nahegelegene
Schule, lernen Klassenzimmer, Abläufe und Regeln kennen und erleben
erste Unterrichtssituationen. Aus einem großen, unbekannten Schritt
wird so nach und nach etwas Vertrautes.

„ Mein größtes Ziel mit dem Projekt ist, dass die Kinder eine
konkrete, positiv besetzte Vorstellung von der Schule entwickeln und
mit Freude, Neugier und Selbstvertrauen in diesen neuen
Lebensabschnitt starten “, sagt Veronika Cook, TFA Fellow im
Kindergarten.

Zwtl.: Zusammenarbeit zwischen Kindergarten, Eltern und Volksschule

Zum Projekt gehört auch die Arbeit mit Eltern. Gerade für Kinder,
die in ihrem Alltag wenig Berührungspunkte mit Schule haben oder
deren Familien das österreichische Bildungssystem noch nicht gut
kennen, kann diese frühe Orientierung viel bewirken. Sie lernen nicht
nur einen neuen Ort kennen, sondern erleben: Ich kann das. Ich finde
mich zurecht. Schule ist etwas, auf das ich mich freuen darf.

Ein guter Schuleinstieg gelingt leichter, wenn Familien wissen,
was auf ihre Kinder zukommt, welche Erwartungen es gibt und wie sie
ihr Kind gut begleiten können. Austausch, Information und Einblicke
in den Kindergarten- und Schulalltag schaffen Vertrauen auf beiden
Seiten.

Zwtl.: Faire Bildungschancen entstehen nicht erst am ersten Schultag

Teach For Austria sieht in solchen Beispielen einen wichtigen
Beitrag zur Bildungsfairness. Nicht, weil ein einzelnes Projekt alle
Herausforderungen lösen kann. Sondern weil es zeigt, wie viel möglich
ist, wenn Kinder früh gestärkt werden und Pädagog:innen, Schulen,
Kindergärten und Familien gut zusammenarbeiten.

Die aktuelle Debatte rund um Sprache, Schuleinstieg und ungleiche
Startbedingungen zeigt: Faire Bildungschancen entstehen nicht erst am
ersten Schultag. Sie wachsen dort, wo Kinder ernst genommen,
begleitet und ermutigt werden. Schritt für Schritt und möglichst
früh.

Mehr Informationen zur Arbeit von Teach For Austria und zur
Geschichte von Veronika Cook: www.teachforaustria.at/stories

Über Teach For Austria: Teach For Austria ist eine gemeinnützige
Organisation, die sich seit 2012 für Bildungsfairness in Österreich
einsetzt. Unser Ziel ist es, besonders engagierte und ambitionierte
Hochschulabsolvent:innen sowie Career Changer auszuwählen und
intensiv auszubilden, damit sie für zwei Jahre in herausfordernden
Kindergärten und Schulen wirken. Durch ihre Arbeit tragen unsere TFA
Fellows dazu bei, die Bildungschancen von Kindern aus sozial
benachteiligten Verhältnissen nachhaltig zu verbessern.