VIENNA DIGITAL CULTURES 2026 eröffnet im FOTO ARSENAL WIEN

Wien (OTS) – Wie gestalten sich Gemeinschaft und Individualität, wenn
digitale
Technologien Interaktionen vermitteln – und wie entwickeln sich
daraus neue Formen der Zugehörigkeit oder der Einsamkeit? Vienna
Digital Cultures 2026 (VDC) untersucht diese Verwischung von
Intimität und Distanz, von Sichtbarkeit und Verschwinden. Das
Festival versammelt künstlerische und theoretische Positionen, die
hinterfragen, welche individuellen Entscheidungen und kollektiven
Praktiken heute möglich sind.

Zwtl.: Das Programm

Die diesjährige Ausgabe von Vienna Digital Cultures wird am 21.
Mai 2026 im FOTO ARSENAL WIEN eröffnet und entfaltet an den OPENING
DAYS vom 22. bis 24. Mai 2026 ein umfangreiches Programm. Über
Ausstellungsräume, öffentliche Orte und digitale Plattformen hinweg
präsentiert VDC Installationen, Performances, Gespräche, Screenings
und Clubnächte. Die begleitende Ausstellung The DOKU Trilogy von Lu
Yang ist vom 22. Mai bis 6. September 2026 im FOTO ARSENAL WIEN zu
sehen. Kuratiert von Nadim Samman steht die diesjährige Ausgabe von
VDC unter dem Titel „Alone or Together?“.

Zwtl.: Das Festival

Vienna Digital Cultures ist eine Plattform für Kunst, Performance
und Diskurs, die sich seit 2025 mit den kulturellen Folgen digitaler
Technologien beschäftigt. Im Zentrum steht ein jährlich
stattfindendes Festival, das internationale Künstler*innen, Expert*
innen und Communities zusammenbringt, um gemeinsam auf die Gegenwart
im digitalen Wandel zu blicken. Ergänzt wird es durch eine
fortlaufende Webpräsenz, die Raum für künstlerische, kuratorische und
wissenschaftliche Beiträge bietet. Vienna Digital Cultures wird im
Wechsel von FOTO ARSENAL WIEN und Kunsthalle Wien ausgerichtet.

Zwtl.: Festivalprogramm 2026

Zwtl.: 21.5.2026

Das Festival startet am Donnerstag an zwei Veranstaltungsorten
zugleich. Eine Licht- und Klanginstallation von Peter Kutin füllt die
Panzerhalle des Heeresgeschichtlichen Museums den ganzen Tag über mit
irritierendem Licht und Sound – sie entzieht den Kriegsfahrzeugen
ihre Funktion und stellt die Frage , was in der Stille bleibt. Am
Abend eröffnet The DOKU Trilogy im FOTO ARSENAL WIEN. Die Ausstellung
zeigt Videoarbeiten von Lu Yang und kombiniert Videospielästhetik,
Motion-Capture-Technologie und die buddhistische Yogācāra-
Philosophie. Sie stellt die Frage, wo Identität verortet sein könnte,
wenn Bewusstsein dargestellt, repliziert und endlos wiedergeboren
werden kann. In die Nacht geht es mit einem Live-Set von HYPER HYPER
und einem Closing-Set von KAROLINA .

Zwtl.: 22.5.2026

Am Nachmittag finden Workshops und Bildungsprogramme in
Kooperation mit der Wirtschaftsagentur Wien statt. Am Abend hält
Peter Kutin in der Panzerhalle eine Live-Performance seiner Licht-
und Klangarbeit ab, bevor das Programm in die Ruhmeshalle wechselt,
wo der österreichische Künstler Oliver Laric eine Keynote hält und
Felix Hoffmann (Artistic Director FOTO ARSENAL WIEN, Co-Direktor VDC)
, Kurator Nadim Samman und Georg Hoffmann (Direktor
Heeresgeschichtliches Museum) die Besucher*innen begrüßen.

Zwtl.: 23.5.2026

An diesem Tag finden im Bistro des FOTO ARSENAL WIEN fünf
Vorträge zu Themen wie Online-Kunstaufträgen, technologischem
Abolitionismus, digitaler Inklusion und KI-Kultur statt. Zuvor
beginnt der Veranstaltungstag mit einer kuratorischen Führung durch
die Ausstellung von Lu Yang. Zusätzlich werden am Nachmittag
zahlreiche Workshops und Bildungsformate angeboten. Am Abend
verlagert sich das Festival auf das Badeschiff, wo eine Clubnacht in
Kooperation mit den Wiener Festwochen stattfindet, die mit Sets von
Rey Colino, Inland (Ed Davenport), Apex Anima x FRZNTE und THAO bis
in die frühen Morgenstunden dauert.

Zwtl.: 24.5.2026

Am letzten Tag werden Workshops zu digitalen und analogen
Praktiken sowie zu KI-Grundlagen angeboten. Zudem werden drei neu in
Auftrag gegebene Online-Kunstwerke gezeigt, die die Reichweite des
Festivals über seine physischen Veranstaltungsorte hinaustragen. Das
Vortragsprogramm wird vom Weibel Institut für digitale Kulturen (
Universität für angewandte Kunst Wien) zusammengestellt – mit einem
Panel zu kollektiver digitaler Bewusstheit und „Brain rot“. Und die
Künstler*innen Jakob Ganslmeier & Ana Zibelnik laden zu einem
Gespräch über ihr Buch „If a Flower Bloomed in a Dark Room, Would You
Trust it?“ (2025) ein, das sich mit den Zusammenhängen zwischen
Online-Fitness-Blasen, Spiritualität und rechtsextremer
Radikalisierung befasst.

Alle Informationen und Termine zum Programm, zu den Künstler*
innen und allen Teilnehmenden finden Sie online unter:
viennadigitalcultures.at und @viennadigitalcultures

Zwtl.: Installationen 2026

Zwtl.: Lu Yang – The DOKU Trilogy (2018–2025)

22. Mai bis 6. September 2026, FOTO ARSENAL WIEN
In der großformatigen Videoinstallation The DOKU Trilogy werden
Videospielästhetik, Motion-Capture und buddhistische Philosophie als
die Auflösung des Selbst in digitalen, biologischen und spirituellen
Systemen thematisiert. Lu Yang (* 1984, Shanghai, China) hinterfragt,
bis zu welchem Grad Identität und Bewusstsein heute erfasst werden
und wie Identitäten digital abgebildet, repliziert und transformiert
werden können.

Zwtl.: Peter Kutin – Para Bellum

21. bis 24. Mai 2026, Heeresgeschichtliches Museum, Panzerhalle
Lange Zeit schienen nicht nur Panzer, sondern auch Krieg in
Mitteleuropa ins Museum verbannt. Mit Para Bellum setzt sich der
Komponist Peter Kutin (* 1983, Leoben, Österreich) mit der Auflösung
dieser Verhältnisse in Form einer Medienmeditation aus Klang und
Licht auseinander. Er fordert unsere Wahrnehmung heraus und verweist
auf eine Zukunft, die lange für unmöglich gehalten wurde. Anknüpfend
an Arbeiten wie seine Filmmusik für den Dokumentarfilm Militantropos
, der 2025 bei den Filmfestspielen von Cannes Premiere feierte,
markiert Para Bellum eine erneute Auseinandersetzung Kutins mit dem
allgegenwärtigen Thema des Kriegs.

Zwtl.: Zitate:

Nadim Samman, Kurator Vienna Digital Cultures 2026
„Der digitale Wandel verändert die Grundlagen, auf denen sowohl
Einsamkeit als auch Verbundenheit beruhen. Die heutige Verwischung
der Grenzen zwischen Intimität und Distanz, zwischen Sichtbarkeit und
Verschwinden ist schockierend. VDC 2026 bringt Künstler*innen und
Denker*innen zusammen, um zu ergründen, welche neuen Formen der
Vorstellungskraft unter diesen Bedingungen entstehen.“

Felix Hoffmann, Artistic Director FOTO ARSENAL WIEN und Co-Director
VDC + Michelle Cotton, Artistic Director Kunsthalle Wien und Co-
Director VDC
„Künstliche Intelligenz, Robotik und die Welten des digitalen Raums
verändern unser Dasein rasant. VDC bietet einen Raum für Fragen und
künstlerischen Austausch zu einem wichtigen Thema, das heute für uns
alle und für kommende Generationen von Bedeutung ist.“

Veronica Kaup-Hasler, Stadträtin für Kultur und Wissenschaft der
Stadt Wien
„Unsere Lebensrealität wandelt sich durch digitale Technologien in
atemberaubendem Tempo. Wir müssen uns fragen, wie diese Entwicklungen
– insbesondere die KI – einem digitalen Humanismus dienen und damit
Menschenrechte, Freiheit und demokratische Grundwerte stärken können.
Wien fördert die Erforschung des digitalen Humanismus, denn als
Gesellschaft müssen wir die Technologien achtsam an unseren
Grundwerten ausrichten. Ein Medienkunst-Festival wie Vienna Digital
Cultures macht diese Werte auf einer emotionalen, tiefergehenden
Ebene erfahrbar. Besser gemeinsam als einsam.“

Vienna Digital Cultures 2026
21. bis 24. Mai 2026

Pressekonferenz:
Donnerstag, 21. Mai 2026, 10:30 Uhr, FOTO ARSENAL WIEN (gemeinsam mit
dem Pressegespräch Photo | Brut . Feeling Photography)

Eröffnung (DE/EN/ÖGS):
Donnerstag, 21. Mai 2026, 19:00 Uhr, FOTO ARSENAL WIEN

Zwtl.: Veranstaltungsorte Vienna Digital Cultures 2026:

FOTO ARSENAL WIEN
Arsenal Objekt 19A
1030 Wien
fotoarsenalwien.at

Heeresgeschichtliches Museum, Ruhmeshalle
Ghegastraße, Arsenal Objekt 1
1030 Wien
hgm.at

Heeresgeschichtliches Museum, Panzerhalle
Franz-Grill-Straße 13
1030 Wien

Badeschiff
Schwedenplatz 5
1010 Wien

Vienna Digital Cultures, FOTO ARSENAL WIEN und Kunsthalle Wien
sind gemeinsam mit KÖR – Kunst im öffentlichen Raum Wien – und dem
Atelierhaus Wien Teil der Stadt Wien Kunst GmbH.

Hauptsponsor: Autotelic Foundation
Gefördert durch: Stadt Wien Kultur
In Kooperation mit: Heeresgeschichtliches Museum, Zoom Kindermuseum,
Universität Mozarteum Salzburg, Wiener Festwochen | Freie Republik
Wien, Weibel Institut für digitale Kulturen

Pressebilder zum Download und weitere Informationen:
fotoarsenalwien.at/de/presse

Pressekontakt
FOTO ARSENAL WIEN
Nicole Spilker
[email protected]
M +43 (0)676 367 48 33