Wien (OTS) – Österreich kauft nicht zufällig. Eine aktuelle
Auswertung von
Kartenzahlungsdaten durch Global Payments zeigt, wie stark sich
Konsum, Frequenz und durchschnittliche Ausgaben nach Wochentagen
unterscheiden. Je nach Branche entstehen klare Spitzen: beim Juwelier
am Montag, beim Zahnarzt am Donnerstag, im Lebensmittelhandel vor
allem vor dem Wochenende. „Die Daten machen sichtbar, wie planbar
Konsum in vielen Branchen ist. Wer diese Muster kennt, kann Personal,
Sortiment und Beratung deutlich besser steuern“, sagt Angela Knötzl,
Country Manager Austria bei Global Payments. Basis der Auswertung
sind Kartenzahlungen nach Wochentagen. Für die Einordnung als „Tag
des Zahnarztes“, „Tag des Juweliers“ oder „Tag der Reinigung“ wurden
jeweils der durchschnittliche Transaktionsbetrag und die Anzahl der
Transaktionen gemeinsam betrachtet. Entscheidend waren also jene
Tage, an denen besonders häufig bezahlt wird oder die
durchschnittlichen Ausgaben besonders hoch ausfallen.
Zwtl.: Montag: Weniger Kunden, höhere Bons
Der Wochenbeginn bringt im Schmuck- und Uhrenhandel nicht die
höchste Frequenz, aber den höchsten Wert pro Kauf. Der
durchschnittliche Bon liegt montags bei 215,64 Euro und damit
deutlich über dem Samstag mit 180,65 Euro. Eine plausible Erklärung:
Unter der Woche dominieren geplante, beratungsintensive
Anschaffungen. Am Samstag spielen Frequenz und Spontankäufe eine
größere Rolle.
Zwtl.: Dienstag: Reinigung mit hohen Bons
In Wäschereien und Reinigungen wird dienstags pro Besuch am
meisten ausgegeben. Der durchschnittliche Bon liegt bei 60,53 Euro.
Das sind rund 21 Prozent mehr als am Montag, dem schwächsten Tag der
Woche mit 50,13 Euro. Der Freitag bringt zwar die meiste Frequenz,
beim durchschnittlichen Einkaufswert liegt jedoch der Dienstag vorne.
Zwtl.: Mittwoch: Große Entscheidungen
Beim Optiker erreichen die Ausgaben zur Wochenmitte ihren
Höhepunkt. Der durchschnittliche Bon liegt am Mittwoch bei 263,25
Euro und damit rund 13 Prozent über dem Montag mit 232,29 Euro. Der
Freitag bringt zwar die meiste Frequenz, bleibt beim Bon mit 261,40
Euro aber knapp darunter. Ab der Wochenmitte werden Brillen und
Sehhilfen damit besonders gezielt und hochwertig gekauft.
Auch im Gesundheitsbereich liegen die Bons unter der Woche eng
beieinander: 149,94 Euro am Dienstag und 150,39 Euro am Mittwoch. Der
Montag fällt mit 138,18 Euro spürbar ab. Das deutet darauf hin, dass
zu Wochenbeginn häufiger kürzere oder standardisierte Behandlungen
stattfinden.
Zwtl.: Donnerstag: Zahnarzt-Tag mit Spitzenbon
Der Donnerstag ist Österreichs teuerster Zahnarzt-Tag. Mit einem
durchschnittlichen Rechnungsbetrag von 187,57 Euro pro
Kartentransaktion liegt er klar an der Spitze der Woche. Am
günstigsten wird dienstags bezahlt, mit 176,80 Euro im Schnitt. Die
meisten Patientinnen und Patienten kommen zwar am Dienstag. Der
Donnerstag steht aber stärker für planbare, aufwändigere
Behandlungen.
Zwtl.: Freitag: Einkauf für das Wochenende
Der Freitag steht im Zeichen der Vorbereitung. Tierhandlungen
verzeichnen den höchsten Durchschnittseinkauf mit 67,61 Euro pro
Transaktion. Das sind rund acht Prozent mehr als am schwächsten Tag,
dem Donnerstag mit 62,64 Euro. Auch im Lebensmittelhandel ist der
Freitag der Tag des größten Einkaufskorbs: Der durchschnittliche Bon
liegt bei 30,79 Euro und damit rund 15 Prozent über dem Mittwoch mit
26,69 Euro. Am Samstag sinkt der durchschnittliche Bon. Der Einkauf
wird häufiger, aber weniger gezielt getätigt.
Ausgebiebige Massagen werden besonders freitags gebucht. Mit
98,85 Euro pro Transaktion liegt der Wert rund 17 Prozent über dem
Montag mit 84,83 Euro. „Freitag ist für viele Händler strategisch
besonders wichtig. Hier wird nicht nur spontan gekauft, hier wird
gezielt für das Wochenende disponiert“, so Knötzl.
Zwtl.: Samstag: Hohe Frequenz, kleinere Bons
Der Samstag bleibt der klassische Einkaufstag. Im
Lebensmittelhandel liegen die durchschnittlichen Bons jedoch unter
jenen des Freitags. Der Einkauf findet häufiger statt, ist aber
weniger gezielt. Im Bereich Bekleidung und Mode ergibt sich ein
anderes Bild: Mit einem durchschnittlichen Bon von 146,85 Euro liegt
der Samstag deutlich über dem Montag mit 119,67 Euro. Am Wochenende
wird also nicht nur häufiger eingekauft. In der Mode wird auch
stärker in höherwertige Produkte investiert.
Auch im Freizeitbereich konzentriert sich die Nachfrage stark auf
den Samstag. Höhere Durchschnittsausgaben pro Transaktion lassen sich
daraus jedoch nicht ableiten. Der Effekt entsteht vor allem durch die
Bündelung der Besuche, nicht durch höhere Einzelbeträge.
Zwtl.: Anlässe schlagen Routine
Besondere Anlässe wirken noch stärker als der Wochentakt. Am
Valentinstag, dem 14. Februar 2026, liegt der durchschnittliche Bon
in Blumengeschäften etwa beim Siebenfachen eines normalen Tages. Im
Schmuck- und Uhrenhandel ist rund um Weihnachten ein ähnlicher Effekt
sichtbar: Am 23. Dezember liegt der durchschnittliche Kaufbetrag etwa
beim Fünffachen eines üblichen Wochentags. „Es reicht nicht, nur zu
wissen, wann die meisten Kundinnen und Kunden kommen“, erklärt
Knötzl. „Entscheidend ist, wann sie besonders viel ausgeben und wann
sie gezielt kaufen. Moderne Zahlungslösungen helfen Händlern, starke
Tage besser vorzubereiten und schwächere Nachfrage effizienter zu
steuern.“
Methodenhinweis
Die Analyse basiert auf anonymisierten Kartenzahlungsdaten in
Österreich aus dem Zeitraum Jänner bis April 2026. Ausgewertet wurde
nach MCC-Codes. Berücksichtigt wurden Transaktionsanzahl und Umsatz
je Wochentag. Der durchschnittliche Bon ergibt sich aus Umsatz
dividiert durch Transaktionen. Tage mit weniger als zehn
Transaktionen wurden ausgeschlossen.
Über Global Payments
Global Payments s.r.o. ist ein Joint Venture von Global Payments
(NYSE: GPN) und der Erste Group. Das Unternehmen stattet Händlerinnen
und Händler mit Zahlungsterminals und Kassensystemen aus, mit denen
Barzahlungen und bargeldlose Zahlungen akzeptiert werden können.
Darüber hinaus installiert Global Payments Ladestationen für
Elektrofahrzeuge und unterstützt stationäre Geschäfte auf dem Weg zu
automatisierten Self-Service-Stores mit durchgehendem Betrieb.
Für Online-Händler bietet Global Payments fertige E-Shops sowie
eine Payment-Gateway-Lösung, über die Kundinnen und Kunden bequem per
Mobiltelefon bezahlen können. Als erstes Unternehmen in Mitteleuropa
brachte Global Payments mit GP tom eine Terminal-on-Mobile-Lösung auf
den Markt, die ein Smartphone in ein Zahlungsterminal verwandelt.
Seit dem Start wurde die Anwendung bereits von mehr als 60.000
Unternehmerinnen und Unternehmern in Europa auf Mobiltelefone
heruntergeladen. Inzwischen wird die Lösung auch in Asien ausgerollt.


