Wien (OTS) – Frauen erhalten im Schnitt noch immer etwa halb so viel
Pension wie
Männer. Während Männer durchschnittlich rund 2.300 Euro im Monat
bekommen, müssen viele Frauen mit nur rund 1.300 Euro auskommen.
„Frauen leisten ein Leben lang – bezahlt und unbezahlt. Dass sich
diese Leistung nicht ausreichend in der Pension widerspiegelt, ist
ungerecht. Gleicher Lohn ist daher auch eine Frage der sozialen
Sicherheit im Alter“, betont die Vorsitzende der Wiener SPÖ Frauen,
Marina Hanke.
Wien zeigt: Frauenpolitik macht einen Unterschied
Wien zeigt, dass konsequente Frauenpolitik wirkt: Mit einem
Pensionsunterschied von 27,4 Prozent schneiden Wiener Pensionistinnen
im Österreich-Vergleich am besten ab. Kostenlose Kindergärten und
Gratis-Ganztagsschulen, Frauenförderung, sozialer Wohnbau und die
Pflegeoffensive schaffen wichtige Voraussetzungen für ein
selbstbestimmtes Leben.
„Die Gefahr von Altersarmut ist für Frauen ungleich höher als für
Männer. Verantwortlich dafür ist ein eklatanter Unterschied bei der
Höhe der Pensionen. Denn Arbeit ist nicht immer gleich Arbeit! Die
Ursachen dafür liegen bei niedrigeren Einkommen, Teilzeitjobs auf
Grund von Betreuungspflichten und Karriereknicks wegen
Erwerbsunterbrechungen. Vieles davon ist zurückzuführen auf eine
ungleiche Verteilung der unbezahlten Arbeit. Der Equal Pension Day
ist deshalb für uns ein klarer Auftrag, die Lohnschere und damit
langfristig auch die Pensionslücke zu schließen. Wien zeigt mit dem
österreichweit niedrigsten Pensionsunterschied, dass konsequente
Frauenpolitik wirkt. Diesen Weg werden wir weitergehen“, so die
Wiener Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch.
Faire Löhne heute bedeuten bessere Pensionen morgen
Für die Wiener SPÖ Frauen steht fest: Die rasche Umsetzung der
Lohntransparenzrichtlinie ist ein wichtiger Schritt, um die
Einkommens- und Pensionsschere zu schließen. Gleichzeitig begrüßen
wir die Investitionen der Bundesregierung in den Ausbau der
Kinderbetreuung und in den Arbeitsmarkt, insbesondere für ältere
Arbeitnehmerinnen, sowie die Maßnahmen für Weiterbildung und einen
längeren gesunden Verbleib im Erwerbsleben. Klar ist auch: Care-
Arbeit ist keine reine Frauensache. Es ist höchste Zeit für Halbe-
Halbe in allen Gesellschaftsbereichen. (Schluss)