Österreich (OTS) – – 81,4 Prozent der Immobiliensuchenden halten
Wohneigentum
grundsätzlich für eine sinnvolle Kapitalanlage
– 17,1 Prozent davon sehen darin gar die Anlageform Nummer eins,
VorarlbergInnen liegen hier mit 31,6 Prozent deutlich über dem
Bundesschnitt
– Fast die Hälfte der Befragten träumt vom klassischen Haus mit
Garten
– „Fehlende Eigenmittel“, „keinen Kredit zu bekommen“ und der
„Wunsch, jederzeit umziehen zu können“, sprechen für viele jedoch
gegen den Kauf einer Immobilie
Immobilien gelten für viele seit jeher als eine der sichersten
Formen der Kapitalanlage. In den vergangenen Jahren scheint
Österreich jedoch auch die Börse mehr und mehr für sich entdeckt zu
haben, wie der „Aktienbarometer 2026“ ausweist: Demnach besitzen
mittlerweile 31 Prozent der österreichischen Bevölkerung Wertpapiere.
2022 lag dieser Wert noch bei 25 Prozent. Aus diesem Anlass hat sich
willhaben in Zusammenarbeit mit dem Markt- und
Meinungsforschungsinstitut Marketagent angesehen, wie populär
Immobilien als Kapitalanlage derzeit wirklich sind, wovon
Immobiliensuchende in puncto Eigentum träumen und woran dieser Traum
in der Praxis oftmals scheitert.
Zwtl.: Immobilien als Kapitalanlage: Vertrauen mit Vorbehalt
Der Immobilienmarkt in Österreich lässt sich – rund um privates
Eigentum – grob in zwei Welten teilen: Jene, die eine Immobilie
primär als Anlageobjekt suchen, und jene, die sie zur Eigennutzung
erwerben. Rund um ersteren Punkt zeigt sich klare Zustimmung: In
Summe halten 81,4 Prozent der Befragten Immobilien grundsätzlich für
„eine sinnvolle Kapitalanlage“. 17,1 Prozent davon gehen noch weiter
und sagen, Immobilien seien gar „die beste Kapitalanlage“. Spannend:
in Vorarlberg sind es mit 31,6 Prozent beinahe doppelt so viele wie
im Österreich-Schnitt, die Immobilien hier auf Platz eins sehen. Ganz
uneingeschränkt fällt das Urteil aber nicht aus: 28,6 Prozent
betrachten Immobilien „nur unter bestimmten Marktbedingungen“ als
gute Kapitalanlage, wobei Männer mit 30,7 Prozent in diesem Punkt
merklich skeptischer sind als Frauen mit 25,7 Prozent.
„Dass die überwiegende Mehrheit der Österreicherinnen und
Österreicher Immobilien weiterhin für eine sinnvolle Kapitalanlage
hält, ist ein überaus positives Zeichen für den heimischen Markt“,
sagt Steve Kovacic, Sales Director Immobilien bei willhaben. Dem fügt
er hinzu: „Gleichzeitig sehen wir, dass viele Menschen sehr genau
abwägen bzw. abwägen müssen, unter welchen Bedingungen sich der Kauf
einer Immobilie wirklich rechnet. Der Blick auf eine Immobilie als
Anlageobjekt unterscheidet sich zudem grundlegend vom Blick auf die
eigene Wohnimmobilie, wo primär andere Kriterien als Rendite und
Wertsteigerung zählen.“
Zwtl.: Traumimmobilie: Das Haus mit Garten bleibt unangefochtene
Nummer eins
Das zeigt sich auch, wenn man Immobiliensuchende nach ihrer
persönlichen Traumimmobilie zur Eigennutzung fragt. Mit 46,2 Prozent
liegt das „Haus mit Garten“ ganz klar auf Platz eins, weit vor der
„Immobilie am Wasser“ (14,8 Prozent) und dem „Bauernhof“ (6,7 Prozent
) an dritter Stelle. Frauen wünschen sich das Haus mit Garten mit
49,6 Prozent etwas häufiger als Männer mit 43,3 Prozent.
Regional zeigt sich Burgenland als Hochburg der Garten-Sehnsucht:
Mit 55,5 Prozent träumen hier besonders viele Menschen vom Haus mit
Garten, und mit 23,3 Prozent gleichzeitig auch besonders viele
BurgenländerInnen vom Wohnen am Wasser – beide Werte liegen damit
deutlich über dem heimischen Schnitt. Auch das „Schloss“ als
Wohntraum hat regionale Ausprägungen: In Burgenland (7,9 Prozent) und
der Steiermark (7,4 Prozent) liegt der Anteil klar über dem
Bundesschnitt von 3,9 Prozent, ebenso wie die „Altbauwohnung“ in
Vorarlberg mit 9,8 Prozent, rund dreimal so hoch wie österreichweit.
Zwtl.: Der große Bremsfaktor sind fehlende Eigenmittel
Aber: Nicht alle in Österreich lebenden Menschen träumen vom
Eigentum. Und so haben willhaben und Marketagent dezidiert auch jene
Menschen befragt, die in den letzten sechs Monaten auf
Immobiliensuche waren, aber ausdrücklich nicht nach Eigentum.
Was spricht aus deren Sicht gegen den Erwerb von Wohneigentum?
Mit 37,7 Prozent ist der mit Abstand häufigste Grund: „keine (Eigen-)
Mittel für den Kauf einer Immobilie“. Frauen gaben dies mit 41,5
Prozent deutlich häufiger an als Männer mit 34,2 Prozent. Auch die
Kreditvergabe bleibt eine Hürde: 20,7 Prozent geben an, „keinen
Kredit zu bekommen“, in Tirol sagen dies sogar 31,7 Prozent. Der
Wunsch nach Flexibilität spielt ebenfalls eine Rolle: 20,1 Prozent
„möchten jederzeit umziehen können“. In der Steiermark (29,6 Prozent)
und in Kärnten (29,5 Prozent) trifft das auf besonders viele zu, in
Tirol dagegen nur auf 8,6 Prozent. „Hohe Nebenkosten“ schrecken des
Weiteren 19,8 Prozent ab, vor allem in Salzburg (30,3 Prozent), am
vergleichsweise gelassensten sieht man das hingegen in Oberösterreich
(15,3 Prozent).
Zwtl.: Methodik
Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent hat im
Auftrag von willhaben im Mai 2026 insgesamt 1.551 Interviews zur
Immobiliensuche durchgeführt. Befragt wurden Personen zwischen 18 und
59 Jahren, die in den vergangenen sechs Monaten auf Immobiliensuche
waren bzw. aktuell sind. Das Sample steht repräsentativ für die
österreichische Bevölkerung.
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