Wohnungslosenhilfe Wien: GPA-Wien und Betriebsrät:innen fordern Ausbau und ganzjährige Maßnahmen

Wien (OTS) – Wien bietet zahlreiche Maßnahmen und Angebote für
wohnungslose
Menschen. Dennoch ist aus Sicht von Betriebsrät:innen des Bereichs
der Wohnungslosenhilfe das Netz nicht weitreichend genug geknüpft.
„Mit dem Ende April auslaufende Winterpaket haben temporäre
Notquartiere bis auf wenige Ausnahmen geschlossen. Die massiven
Veränderungen im Klima mit extremen Hitzephasen machen aber aus
unserer Sicht auch ein gefördertes Sommerhitzepaket nötig“, so die
Vorsitzende des Wirtschaftsbereiches Gesundheit, Soziale Dienste &
Kinder- und Jugendwohlfahrt in der GPA Wien, Karin Samer.

Ein weiteres Problemfeld sind für Samer die immer wiederkehrenden
befristeten Dienstverhältnisse der Beschäftigten, die sich nach
Ablauf des Winterpaketes beim AMS anmelden müssen. Durch saisonale,
immer wiederkehrende befristete Anstellungen verlieren die
betroffenen Kolleg:innen wichtige arbeitsrechtliche Ansprüche. „Eine
kontinuierliche, ganzjährige Anstellung der Betreuer:innen würde die
Arbeitsbedingungen verbessern und auch die Qualität der Betreuung von
Wohnungslosen ganzjährig sichern“, erklärt Samer.

Die Vernetzung der Betriebsrät:innen der Wiener
Wohnungslosenhilfe fordert einen prinzipiellen Ausbau und das Angebot
von genügend ganzjährigen Notquartier-Plätzen für obdachlose
Menschen, bessere personelle Besetzung in diesen Quartieren und
durchgängige Anstellungsverhältnisse für die betroffenen
Kolleg:innen. Im Bereich der Wohnungslosenhilfe arbeiten in Wien etwa
2.700 Beschäftigte.