26. April ist „Tag der Erneuerbaren Energie“: Österreich kann sich leistbar und sauber selbst versorgen

Wien (OTS) – Zum Tag der Erneuerbaren Energie am 26. April 2026
unterstreicht der
Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) das enorme Potenzial
heimischer, sicherer und leistbarer sauberer Energie, mit dem
Österreich sich selbst versorgen kann . Auch die am Dienstag
veröffentlichte Studie des Austrian Institute of Technology (AIT)
belegt, dass die fast vollständige Versorgung mit erneuerbarer
Energie bis 2040 technisch möglich ist. Mit den richtigen
Rahmenbedingungen kann Österreich seine Abhängigkeit von fossilen
Importen schon in den nächsten Jahren deutlich reduzieren und sich
langfristig stabil und unabhängig versorgen.

Jährlich könnten rund 100 000 Heizungen von Öl und Gas auf
erneuerbare Alternativen umgestellt werden. Damit hätte Österreich
allein bis 2030 seine Abhängigkeit von Gas und Öl in der Raumwärme um
über 30 Prozent reduziert. Zahlreiche Haushalte und Unternehmen wären
wirksam vor Preisschocks und Versorgungsrisiken geschützt. Im
Strombereich würde ein Ausbau erneuerbarer Energie um 39 TWh bis 2030
Erdgasimporte in Höhe von 1,8 Milliarden m³ einsparen . Der Einsatz
von Biomethan würde bis 2030 über vier Prozent an importiertem Erdgas
zusätzlich ersetzen . Eine wichtige Perspektive für jene Bereiche, in
denen ein Verzicht auf gasförmige Brennstoffe schwer möglich ist, wie
etwa manche Industrieprozesse. Doch Voraussetzung dafür ist ein
konsequenter Ausbau erneuerbarer Energien sowie der Umstieg auf
nachhaltige Wärmeerzeugung.

„Österreichs Energieabhängigkeit gefährdet die
Versorgungssicherheit, belastet Haushalte und schwächt die
wirtschaftliche Stabilität. Erneuerbare Energien sind der Schlüssel
zu mehr Unabhängigkeit und schützen vor künftigen Krisen“ , betont
Martina Prechtl-Grundnig, Geschäftsführerin des EEÖ.

Zwtl.: Hohe Abhängigkeit macht Österreich verwundbar

Internationale Konflikte und Unsicherheiten auf den
Energiemärkten zeigen deutlich: Preisschwankungen bei Öl und Gas sind
kein kurzfristiges Phänomen, sondern ein strukturelles Risiko.
Steigende Energiepreise treiben die Inflation und belasten sowohl
private Haushalte als auch Unternehmen massiv. Derzeit basiert
Österreichs Energiesystem noch zu über 60 Prozent auf den
Risikoenergien Öl, Gas und Kohle , die fast ausschließlich aus
Ländern mit kritischer Sicherheitslage über weite Strecken importiert
werden müssen. Diese Abhängigkeit macht das Land anfällig für
geopolitische Krisen, volatile Preise und mögliche
Versorgungsengpässe.

Zwtl.: Erneuerbare Energie zum Schutz der Haushalte und zur Stärkung
der Wirtschaft

Durch geopolitische Konflikte getriebene Preisexplosionen bei
fossiler Energie zählen zu den größten wirtschaftlichen Risiken der
kommenden Jahre. Das unterstreicht auch Deloitte, eine der weltweit
führenden Unternehmensberatungen. In einer aktuellen Befragung
österreichischer Finanzvorstände wurden vor allem die hohen
Energiekosten als Belastung identifiziert: Für die nahe Zukunft
befürchteten 52% von ihnen Preisschocks bei Energie sowie 46% eine
weitere Eskalation des Konflikts im Nahen Osten. Laut Deloitte sei
der Ausbau erneuerbarer Energie der Schlüssel zur Stärkung der
österreichischen Wirtschaft.

Zwtl.: Jetzt konsequent handeln

Der Ausbau erneuerbarer Energien ist neben der großen Bedeutung
für den Klimaschutz eine zentrale Voraussetzung für wirtschaftliche
Stabilität, Versorgungssicherheit und leistbare Energiepreise.
„Österreich hat alle Voraussetzungen, sich sicher, sauber und
leistbar mit Energie zu versorgen. Jetzt gilt es, dieses Potenzial
konsequent zu nutzen und den Ausbau erneuerbarer Energien
entschlossen voranzutreiben – für mehr Unabhängigkeit, stabile Preise
und eine starke Wirtschaft“ , so Prechtl-Grundnig abschließend.