Totschnig zur Woche des Waldes: Wald schafft Wertschöpfung und schützt das Klima

Wien (OTS) – Die Woche des Waldes vom 8. bis 14. Juni steht 2026
unter dem Motto
„Wald und Wirtschaft“. Damit soll verstärkt auf die Bedeutung der
Wälder und ihre Funktionen aufmerksam gemacht werden.

Mit einem Waldanteil von rund 48 Prozent an der Staatsfläche ist
Österreich ein Wald- und Holzland. Der Wald leistet somit einen
wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur
Sicherung von Arbeitsplätzen, insbesondere in den ländlichen
Regionen.

Bundesminister Norbert Totschnig: „Im gesamten Wertschöpfungsnetzwerk
der Forst- und Holzwirtschaft wird, inklusive vor- und nachgelagerter
Branchen, eine Wertschöpfung von 43,1 Mrd. Euro pro Jahr
erwirtschaftet. Zudem sind 444.000 Arbeitsplätze auf die Forst- und
Holzwirtschaft zurückzuführen. Der Wald ist somit ein zentraler
Bestandteil der österreichischen Wirtschaft, dieser Erfolg ist eng
mit einer aktiven und nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder
verbunden.“

Aktive und nachhaltige Bewirtschaftung notwendig
Nur mit einer aktiven und nachhaltigen Bewirtschaftung können die
ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile der österreichischen
Wälder verantwortungsvoll genutzt und für künftige Generationen
gesichert werden. Durch gezielte Pflege- und Nutzungseingriffe werden
Wälder verjüngt und an sich verändernde Umweltbedingungen angepasst.
So entstehen stabile, artenreiche und resiliente Bestände, die den
nachwachsenden Rohstoff Holz liefern sowie zum Aufbau einer
nachhaltigen Bioökonomie beitragen. Die Bedeutung der
Waldbewirtschaftung wird durch eine erst kürzlich erschienene Studie
hervorgehoben. Jeder zehnte erwirtschaftete Euro sowie jeder elfte
Arbeitsplatz sind auf das Wertschöpfungsnetzwerk der Forst- und
Holzwirtschaft zurückzuführen. Zudem leistet die Branche auch einen
wichtigen Beitrag zu den Staatseinnahmen. 29,2 Mrd. Euro an Steuern
und Abgaben werden unmittelbar und mittelbar generiert. Dies
entspricht einem Anteil von 12 Prozent der Staatseinnahmen (Bund,
Länder, Gemeinden und Sozialversicherungsträger).

Baustoff der Zukunft
Besonders im Hinblick auf den Klimawandel gewinnt die verstärkte
Nutzung von Holz an Bedeutung. Als Baustoff kann Holz
energieintensive Materialien ersetzen, deren Herstellung mit hohen CO
₂-Emissionen verbunden ist. Gleichzeitig bleibt das während des
Wachstums im Holz gebundene CO₂ langfristig gespeichert. Auch
Nebenprodukte aus der Holzverarbeitung können stofflich oder
energetisch genutzt werden und tragen damit zur Verringerung der
Abhängigkeit von fossilen Energieimporten bei.

Zusammenspiel von Ökologie und Ökonomie
Damit leistet die Forst- und Holzwirtschaft einen entscheidenden
Beitrag zum Klimaschutz. Seit 1990 haben nachhaltige
Waldbewirtschaftung und Holznutzung die Atmosphäre um rund 900
Millionen Tonnen fossiles CO₂-Äquivalent entlastet. Gleichzeitig ist
der Holzvorrat in den heimischen Wäldern um beeindruckende 255
Millionen Vorratsfestmeter gewachsen, und mehr als 100 Millionen
Vorratsfestmeter Biotopholz wurden gezielt für die Förderung der
Biodiversität bereitgestellt. Diese Zahlen belegen eindrucksvoll:
Wirtschaftliche Wertschöpfung, ökologische Verantwortung und
wirksamer Klimaschutz gehen in der Wertschöpfungskette Forst–Holz
–Papier Hand in Hand.

Nähere Informationen zur Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft für
die österreichische Wirtschaft finden sich unter: Wertschöpfungskette
Wald und Holz sichert Arbeitsplätze