Wien (OTS) – Die bemerkenswerte Abschlussrede des designierten ORF-
Generaldirektors Clemens Pig im Rahmen des ORF-Zukunftsforums von
Vizekanzler Andreas Babler hat wichtige Zukunftsimpulse für die
weitere Zusammenarbeit zwischen dem ORF und Medienunternehmen
verlegerischer Herkunft beinhaltet. Vizekanzler Babler hatte zu einer
zweitägigen originellen, bunten Konferenz bei der auch in
studentischen Workshopformaten über die Zukunft des öffentlich-
rechtlichen Rundfunks nachgedacht wurde, eingeladen. Wenngleich
manche Beiträge bzw. Vorschläge die Phantomschmerzen einer längst
vergangenen monopolistischen Grundhaltung erkennen ließen, so
stellten die Redebeiträge der SRG-Generaldirektorin Susanne Wille und
des designierten ORF-Generaldirektors Clemens Pig erfrischende und
ermutigende Kontrapunkte zur Weiterentwicklung des Medienstandortes
dar.
„Insbesondere das von Pig vorgeschlagene Projekt Media Connect
scheint für alle Marktteilnehmer interessant zu sein. Dieses könnte
den Startschuss für eine neue mögliche Kooperation, die vom klaren
Bekenntnis zur Ko-Existenz am österreichischen Medienmarkt getragen
ist, darstellen. Die gemeinsame Weiterentwicklung der digitalen
Öffentlichkeit erfordert einerseits eine Schärfung des öffentlich-
rechtlichen Profils und einer Verankerung der Kooperation im Auftrag
und andererseits behutsame gesetzliche Maßnahmen und keine
Schrankenlosigkeit für den ORF“, so VÖZ-Präsident Rainer Nowak nach
dem ORF-Zukunftsforum. „Der VÖZ ist jedenfalls bereit in einen
professionellen Stakeholderdialog mit ORF aber auch in weiterer Folge
mit den politischen Parteien einzutreten, um eine erforderliche
Gesamtreform des ORF zu begleiten“, so Nowak abschließend.