Wien (OTS) – In den kommenden 10 Jahren beteiligt sich Österreich an
einer neuen
europäischen Forschungspartnerschaft im Bereich Forst- und
Holzwirtschaft. Diese Partnerschaft ermöglicht die Mitwirkung an
transnationalen Wissenschaftsprojekten. Unter dem Titel „FOREST
Partnership” werden rund 233 Millionen Euro Gesamtbudget in die
Entwicklung klimafitter Wälder und die Förderung einer nachhaltigen
forstbasierten Bioökonomie in Europa investiert.
Bundesminister Norbert Totschnig: „Forschung und Innovation sind eine
wesentliche Grundlage für die Weiterentwicklung einer nachhaltigen,
forstbasierten Bioökonomie. Mit der Beteiligung an der europäischen
FOREST Partnership erhalten österreichische Forschungseinrichtungen
die Möglichkeit, sich in einem europaweiten Netzwerk zu verbinden und
gemeinsam an zukunftsweisenden Projekten für klimafitte Wälder, eine
nachhaltige Waldbewirtschaftung und die Weiterentwicklung der
forstbasierten Bioökonomie zu arbeiten. Besonders erfreulich ist,
dass Österreich bereits an der ersten Ausschreibung im Herbst 2026
teilnimmt.“.
Die FOREST Partnership (European Partnership for Forests, Forestry,
and the Forest-based Sector: Research and Innovation for a
Sustainable Transition) koordiniert transnationale Forschungs- und
Innovationsaktivitäten in 28 Ländern und vereint rund 100 Partner aus
Ministerien, Förderagenturen und Forschungseinrichtungen. Ziel ist
es, Forschung und Innovation zu mobilisieren und damit den Übergang
zu einer nachhaltigen, kreislauforientierten forstbasierten
Wirtschaft zu beschleunigen. Über eine Laufzeit von zehn Jahren (2026
–2036) sind sieben gemeinsame, von der Europäischen Union
kofinanzierte Ausschreibungen geplant, mit denen insgesamt 200 bis
250 Forschungs- und Innovationsprojekte unterstützt werden sollen.
Beim Launch-Event am 13. und 14. Oktober 2026 in Helsinki wird die
FOREST Partnership erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.
Mit dem am 15. September gestarteten FOREST Joint Call 2026 „FOREST
Pathways“ wird erstmals eine gemeinsame europäische
Forschungsinitiative im Bereich Forst und Holz umgesetzt. Bis Anfang
Dezember können förderberechtigte Einrichtungen aus den teilnehmenden
Ländern Forschungsanträge zu vier Themenbereichen einreichen:
klimaresiliente Waldsysteme, adaptive und multifunktionale
Waldbewirtschaftung, Holz und innovative holzbasierte Produkte sowie
Wertschöpfungsketten, Märkte und Governance im Forstsektor. Ziel ist
es, transnationale Forschungs- und Innovationsprojekte für eine
nachhaltige, resiliente und zukunftsfähige Wald- und Holzwirtschaft
zu fördern und den Wissenstransfer in die Praxis zu stärken. Mit
ihrer Beteiligung am ersten FOREST Joint Call stärkt Österreich die
internationale Vernetzung und Sichtbarkeit der heimischen Forschung
und eröffnet neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit mit
europäischen Partnern.