Wien (OTS) – Der Sommer 2026 geht in Österreich als einer der
heißesten und
trockensten der Messgeschichte zu Ende: Temperaturrekorde jenseits
der 40-Grad-Marke, ausgetrocknete Böden und die stärkste Dürre im
Osten des Landes seit Beginn der Aufzeichnungen haben die vergangenen
Wochen geprägt. Dennoch ist jede:r sechste Österreicher:in nicht vom
Klimawandel überzeugt: 10 Prozent halten ihn für nicht existent,
weitere sechs Prozent sind in dieser Frage unentschieden. Das zeigt
das EY Klimaschutz Barometer 2026, für das 1.000 Personen zwischen 16
und 79 Jahren mitten in der Hitzeperiode (12. bis 19. August 2026)
von Triple M befragt wurden.
Bei der großen Mehrheit bleibt die Sorge vor den Folgen des
Klimawandels hoch. 73 Prozent jener Befragten, die den Klimawandel
für real halten, machen sich sehr oder eher große Sorgen über dessen
Folgen für Österreich – bei Frauen (77 %), 16- bis 29-Jährigen (80 %)
, Wiener:innen (78 %) und Befragten mit Matura (80 %) sogar
überdurchschnittlich stark. Fast acht von zehn Personen dieser Gruppe
(79 %) rechnen damit, dass die Auswirkungen des Klimawandels
Österreich in den kommenden zehn Jahren stark oder sehr stark treffen
werden- den Frauen sind es sogar 82 Prozent. Nur ein Prozent der
Befragten sagt aus, dass der Klimawandel keine starken Auswirkungen
auf Österreich haben wird.
Trotz dieser hohen Besorgnis rangiert Klima- und Umweltschutz im
Vergleich zu anderen politischen Herausforderungen auf Platz 5 der
wichtigsten Themen. Nicht einmal ein Drittel (28 %) der Befragten
zählt das Thema zu den drei wichtigsten politischen Anliegen.
Deutlich häufiger werden die Bekämpfung von Teuerung und Inflation (
51 Prozent), der Ausbau des Gesundheits- und Pflegesystems (43
Prozent), die Reduktion von Zuwanderung (40 Prozent) sowie leistbares
Wohnen (33 Prozent) genannt.
„Dass Klimaschutz im Themenranking hinter Teuerung, Gesundheit
und Wohnen liegt, bedeutet nicht, dass er den Menschen weniger
wichtig wäre. Vielmehr zeigt sich ein klassisches Muster: Akute
Kostensorgen drängen sich vor ein Thema, dessen Folgen viele erst
mittelfristig im eigenen Alltag spüren. Die hohe Zustimmung zu mehr
politischem Engagement zeigt, dass die Erwartungshaltung an eine
konsequente Klimapolitik ungebrochen ist“, so Willibald
Kaltenbrunner, Partner bei EY denkstatt.
Alle Studienergebnisse sowie den Studienreport können Sie hier
einsehen.


