Augenlaser

FPÖ – Hauser: „Windkraft-Ausbau stoppen bis Beschränkungsvorschlag zu Ewigkeitschemikalien vorliegt!“

Wien (OTS) – „Die Antwort der EU-Kommission auf meine Anfrage zu PFAS
in
Windkraftanlagen ist ein politischer Offenbarungseid. PFAS sind Per-
und Polyfluoralkylsubstanzen und werden auch als Ewigkeitschemikalien
bezeichnet, weil sie so gut wie nicht abgebaut werden und sich im
Laufe der Zeit immer stärker – in Böden, Gewässern, Pflanzen, Tieren
und letztlich auch im Menschen – anreichern. Brüssel treibt den
massiven Ausbau der Windkraft voran, erklärt aber gleichzeitig, dass
man derzeit nicht einschätzen könne, wie mit PFAS in Windkraftanlagen
umzugehen ist“, kritisierte der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald
Hauser.

Hauser hatte am 21. Juli 2026 mit der parlamentarischen Anfrage E
-002887/2026 auf mögliche PFAS-Einträge im Zusammenhang mit
Windkraftanlagen hingewiesen. „Im Jahr 2023 legten fünf nationale
Behörden im Rahmen der Verordnung zur Registrierung, Bewertung,
Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) einen
Beschränkungsvorschlag für alle Per- und Polyfluoralkylsubstanzen
vor. Die Kommission bestätigt, dass die Europäische
Chemikalienagentur ECHA seit 2023 einen Beschränkungsvorschlag für
PFAS bewertet und Windkraftanlagen ausdrücklich zu den betroffenen
Anwendungen gehören. Gleichzeitig erklärt die Kommission: ‚Solange
die endgültige wissenschaftliche Bewertung der ECHA noch aussteht,
kann die Kommission nicht einschätzen, wie mit der Verwendung von
PFAS in Windkraftanlagen umgegangen wird.‘“

Der Freiheitliche betonte: „Diese ‚Ewigkeitschemikalien‘ sind für
Mensch und Umwelt hochgiftig. Durch Windparks werden Luft, Böden,
Gärten, Gewässer, Äcker und das Grundwasser – und letztendlich
Pflanzen, Tiere und Menschen – ständig und weiträumig mit PFAS
vergiftet. Die Kommission meinte dazu, dass die endgültigen
Stellungnahmen der ECHA-Ausschüsse die Grundlage für die Ausarbeitung
eines Beschränkungsvorschlags für das Inverkehrbringen und die
Verwendung von PFAS bilden werden.“

„In ihrer Antwort meinte die Kommission, die Freisetzung von
Schadstoffen in die Umwelt zu begrenzen und mit eindeutigen Anreizen
Innovation zu betreiben, um Alternativen zu finden. Das ist absurd,
da die EU gleichzeitig seit Jahren den Ausbau der Windkraft forciert.
Ich werde deshalb weiter nachhaken: Wann liegt das Ergebnis der ECHA
vor? Welche PFAS werden in Windkraftanlagen eingesetzt? In welchen
Mengen? Welche möglichen Auswirkungen auf Böden, Gewässer und
Landwirtschaft gibt es? Und wer trägt die Verantwortung, wenn sich
später Schäden herausstellen?“, so Hauser.

„Aus meiner Sicht muss daher der weitere Ausbau der Windenergie
gestoppt werden, solange eine Gefährdung der Gesundheit der
Bevölkerung durch Ewigkeitschemikalien möglich ist“, forderte Hauser.