FPÖ – Schütz: Magistrats-Einschüchterungsmethoden wären in Privatwirtschaft undenkbar

Wien (OTS) – Die neuen Vorwürfe rund um den Umgang mit Mitarbeitern
des Wiener
Marktamtes sorgen bei der freiheitlichen Personalsprecherin im Wiener
Rathaus LAbg. Angela Schütz, für Kopfschütteln. Medienberichten
zufolge sollen Mitarbeiter vor einem Gespräch mit der
Magistratsdirektion ihre Mobiltelefone abgeben haben müssen. In dem
Gespräch soll zudem Druck ausgeübt worden sein, damit keine
Informationen an die Öffentlichkeit gelangen.

„Wenn Mitarbeiter vor einem Gespräch ihre Handys abgeben sollen,
dann dürfte man offenbar nichts aus der Affäre rund um Kutheil und
Co. gelernt haben“, kritisiert Schütz das offenbar anhaltende Klima
der Angst in der MA59, sowie das anmaßende Verhalten der dortigen
Führung. Gerade angesichts der immer wieder erhobenen Mobbingvorwürfe
innerhalb des Wiener Magistrats ist ein derartiger Umgang mit
Mitarbeitern besonders problematisch: „Die Stadt Wien muss endlich
begreifen, dass ihre Mitarbeiter nicht die Untertanen der roten
Parteizentrale unter dem Kommando von Bürgermeister Ludwig sind. In
jedem professionell geführten Unternehmen würden bei derartigen
Vorwürfen sämtliche Alarmglocken schrillen und die ersten
Arbeitsrechtjuristen bereits aktiv werden. Im roten Wien scheint man
hingegen noch immer zu glauben, dass Druck und Einschüchterung
geeignete Führungsinstrumente sind“, so Schütz.

Für die freiheitliche Personalsprecherin zeige der aktuelle Fall
ein grundsätzliches Problem: „Wer Kritik äußert oder Missstände nach
außen trägt, darf nicht das Gefühl bekommen, anschließend unter Druck
gesetzt zu werden.“ Schütz stellt sich vor die Mitarbeiter und
fordert einen grundlegenden Kurswechsel in der Personal- und
Führungskultur der Stadt: „Es braucht dringend eine Entsozifizierung
der Wiener Magistratsdirektionen. Parteipolitische Netzwerke und über
Jahrzehnte verfestigte Abhängigkeiten haben in einer modernen
Verwaltung nichts verloren!“