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Grüne Wien/Wirnsberger zu Dürreschäden: „Klimakrise ist längst auf unseren Feldern angekommen“

Wien (OTS) – Die gestern bekannt gewordenen Dürreschäden zeigen
erneut, wie
unmittelbar die Klimakrise die Landwirtschaft und damit unsere
Lebensmittelversorgung trifft. „In Wien beläuft sich der Schaden auf
rund zwei Millionen Euro. Die Klimakrise ist schon längst auf unseren
Feldern angekommen“, sagt Tina Wirnsberger, Landwirtschafts- und
Umweltsprecherin der Grünen Wien.

Aufgrund der Struktur der Wiener Landwirtschaft fallen die
Schäden zwar geringer aus als in anderen Regionen Österreichs:
Gemüsebau spielt eine wichtigere Rolle als der besonders stark von
der heurigen Dürre betroffene Getreideanbau. Dennoch gibt es
dringenden Handlungsbedarf, so Wirnsberger: „Die Wiener
Landwirt:innen versorgen hunderttausende Menschen mit frischen
Lebensmitteln direkt aus der Region. Gerade in Zeiten zunehmender
Hitze und Dürre sehen wir, wie wertvoll eine vielfältige und
kleinstrukturierte Landwirtschaft für unsere Ernährungssouveränität
ist. Wer regionale Lebensmittelproduktion erhalten will, muss deshalb
ihre wichtigste Grundlage schützen: ein stabiles Klima, fruchtbare
Böden und ausreichend Wasser.“

Für Wirnsberger folgt daraus ein klarer politischer Auftrag: „Wir
können es uns nicht leisten, weiter wertvolle Böden zu verbauen. Die
Lobauautobahn ist ein Betonprojekt auf den Esslinger Feldern. Sie
muss umgehend von Verkehrsminister Hanke und Bürgermeister Ludwig
endgültig abgesagt und der Erhalt weiterer wertvoller Ackerflächen
wie im Donaufeld ebenfalls gesichert werden. Jeder Hektar fruchtbarer
Boden, der heute zubetoniert wird, fehlt uns morgen für regionale
Lebensmittelproduktion, Wasserspeicherung und Kühlung.“

Auch beim Umgang mit der knapper werdenden Ressource Wasser
brauche es mehr Transparenz. Die Grünen erneuern daher ihre Forderung
nach einem Wasserentnahmeregister. „Angesichts zunehmender Dürre
müssen wir wissen, wo, wie viel und wofür Wasser entnommen wird. Nur
mit einer verlässlichen Datengrundlage können wir unsere
Wasserressourcen langfristig schützen und gerecht nutzen“, so
Wirnsberger abschließend.