Refraktiv-chirurgische Eingriffe sind moderne Verfahren, deren Komplikationsrate sehr gering ist (bei Lasik z.B. nur 1-2%). Wie bei allen Operationen können in Einzelfällen aber Komplikationen während und nach dem Eingriff auftreten. Um Ihr individuelles Risiko so gering wie möglich zu halten, gilt es, die Anweisungen Ihres Operateurs nach der Operation zuverlässig und genau einzuhalten. Einen Überblick über die häufigsten Fragen erhalten Sie vorab hier, Details erfahren Sie von Ihrem Chirurgen.\n

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Faustregeln im Überblick

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Bei den meisten Laser-Verfahren sind Sie theoretisch schon am Folgetag der Operation wieder einsatzfähig. Zur Sicherheit sollten Sie Ihr Auge jedoch zumindest drei Tage lang schonen, nehmen Sie sich nach Möglichkeit frei und vereinbaren Sie für diesen Zeitrahmen keine verbindlichen Termine.

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Diese Regeln gilt es im Allgemeinen in den ersten 10 Tagen nach einer Augenlaser-Operation zu beachten:

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  • Reiben Sie nicht am operierten Auge.
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  • Vermeiden Sie körperliche Anstrengung, Sport und Sauna.
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  • Wenden Sie die verschriebenen Augentropfen ordnungsgemäß an.
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  • Tragen Sie kein Make-up.
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  • Halten Sie die vereinbarten Termine für Nachuntersuchungen ein.
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Mechanische Einwirkungen auf das Auge verhindern

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Sie bekommen direkt nach dem Eingriff in Ihrer Klinik eine Augenklappe zum Schutz des operierten Auges. Auch wenn sie nicht gerade eine modische Zierde ist, sollten Sie sie unbedingt tragen, um versehentliches Reiben am Auge zu verhindern. Dies gilt vor allem in der Nacht und auch unter der Dusche. Nach Möglichkeit sollten sie die Klappe gerade in den ersten Tagen aber ständig tragen, da Augenreiben ein natürlicher Reflex ist, der durch viele Faktoren unbedacht ausgelöst werden kann, beispielsweise durch Müdigkeit oder in verrauchten Räumen. Achten Sie einfach einmal bewusst darauf, wie oft Sie sich im Alltag ans Auge fassen.

\nUm auch in den Wochen nach der Operation die Gefahren mechanischer Einwirkungen auf ihr Auge so gering wie möglich zu halten, sollten Sie beim Sport ein Stirnband tragen, damit Ihnen kein Schweiß ins Auge läuft. Setzen Sie im Schwimmbad eine gut sitzende, dichte Schwimmbrille auf.\n

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Infektionsgefahr und Irritationen gering halten

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\nNach einer OP müssen Sie in der Regel eine Verbandskontaktlinse tragen, die den Heilungsprozess der Hornhaut unterstützt und Infektionen durch ins Auge gelangende Partikel vorbeugt. Diese Linse muss gegebenenfalls mehrmals in der Klinik ausgewechselt werden.
Infektionen wird auch medikamentös durch Augentropfen entgegengewirkt, die sie regelmäßig anwenden müssen.
Da das operierte Auge in der ersten Zeit meistens lichtempfindlicher ist, sind Sie mit einer großen, gut abdunkelnden Sonnenbrille gut beraten. Sie hat auch den Vorteil, dass sie die Augenklappe verdeckt.
Sport, Make-up, Schwimmbad und Sauna stellen ein erhöhtes Infektionsrisiko dar, auf das Sie in den ersten zwei Wochen nach einem Eingriff unbedingt verzichten sollten.\n

Wie lange dauert es, bis die optimale Sehschärfe erreicht ist?

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\nDas hängt von der Methode des Eingriffs ab. Nach einer Femto-Lasik-Operation verfügen Sie in der Regel bereits am nächsten Tag über ein ausreichend scharfes Sehvermögen, um ohne Brille Auto fahren zu können.\n

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Unzufrieden mit dem Ergebnis – Nachkorrektur

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Manchmal kommt es vor, dass das Ergebnis nach einem Eingriff nicht optimal ist oder nach einiger Zeit nachlässt. Ob eine Nachkorrektur möglich ist, hängt von der Methode ab. Bei PRK und Lasek ist ein erneuter Eingriff schwieriger, als bei Lasik. Lassen Sie sich dazu schon bei der Voruntersuchung von Ihrem Augenarzt beraten.

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Die Zeit zwischen der Operation des ersten und des zweiten Auges

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\nIm Normalfall werden nicht beide Augen am selben Tag korrigiert, sondern in einem Abstand von etwa zwei Wochen. Der Unterschied der Sehstärke muss ausgeglichen werden. Für Kontaktlinsenträger ist das kein Problem – allerdings gilt es dann zu beachten, dass Sie ein bis zwei Wochen vor dem Eingriff keine Kontaktlinse am zu operierenden Auge tragen dürfen. Brillenträger können, je nachdem wie stark die Fehlsichtigkeit am unoperierten Auge ist, in dieser Zeit einfach auf die Brille verzichten oder sich für die Seite des operierten Auges vom Optiker ein Planglas einsetzen lassen.

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